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Landschaft von Ostfriesland
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Neuigkeiten aus der Landschaftsbibliothek

Aktuelle Benutzungsbedingungen

 

Die Ausleihtheke der Landschaftsbibliothek ist zu den gewohnten Öffnungszeiten für alle zugänglich. Für Geimpfte, Genesene und Getestete sind darüber hinaus auch der Freihandbereich und der Lesesaal wieder geöffnet ("3G-Regel"). Außerdem gelten in beiden Fällen die bekannten Abstands- und Hygieneregeln, und es ist eine medizinische Maske zu tragen ("AHA-Regeln"). Am Arbeitsplatz im Lesesaal entfällt die Pflicht zum Tragen der Maske.

  

Bitte bringen Sie einen gültigen Nachweis Ihrer Impfung oder Genesung bzw. den Nachweis eines negativen Schnelltests mit, der nicht älter als 24 Stunden ist, wenn Sie das vollständige Angebot der Landschaftsbibliothek nutzen möchten. Eine Rückgabe von Ausleihen und die Abholung vorbestellter Medien ist auch ohne einen dieser Nachweise möglich.

 

--- Anfragen zu Beständen des Bildarchivs sind aus personellen Gründen bis auf Weiteres nicht möglich. --- 

 

 

Vortrag am 1. Nov. 2021: Emder "Kunst" im Nationalsozialismus

Georg Kö (Mag.)

Am 1. November 2021 findet der zweite Vortrag der Landschaftsbibliothek Aurich und des Niedersächsischen Landesarchivs -Abteilung Aurich- im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Landeskundliche Vorträge zur Geschichte Ostfrieslands" der Serie 2020/21 statt. Bitte beachten Sie die Veranstaltungsbedingungen ("2G"-Regel - siehe unten):

 

Georg Kö (Mag.) (Emden): Die "Kunst" und der Kunstraub im Nationalsozialismus.

Ein Beitrag zur Geschichte von 1820dieKUNST in Emden.

 

Am 8. Mai des Jahres 1940 schrieb der damalige Vorsitzende der Emder "Kunst" Johann Menso Folkerts an den Oberbürgermeister von Emden in einer kurzen Notiz: "Seiner Zeit habe ich auf Anregung der Geheimen Staatspolizei gleichzeitig in Ihrem Auftrage die Überleitung wertvollen ostfriesischen Kulturgutes aus jüdischem Besitz in deutsche Hände vorgenommen. Insbesondere ist die der Allgemeinheit dienende 'Kunst' in den Besitz gelangt, um so in weitgehendem Maße der Bevölkerung ihre Anteilnahme zu ermöglichen." Mit diesen zwei in der Akte KA 55a des Emder Stadtarchivs verborgenen verhängnisvollen Sätzen offenbart sich ein wesentlicher Aspekt der Geschichte der Emder "Kunst" zwischen 1938 und 1945. Aus einer dem Sammeln und der Bewahrung ostfriesischer Kultur verpflichteten bürgerlichen Gesellschaft war in den Jahren zuvor ein Instrument nationalsozialistischer Kulturpolitik geworden, deren Schwerpunkt in der lokalen Organisation des als "Kulturgutschutz" verbrämten größten Raubzuges der modernen Geschichte in Europa lag. Dieser Vortrag stellt Strukturen, Akteure, den Verlauf und vor allem auch Besonderheiten dieses dunklen Abschnitts der Geschichte der Emder Kunst vor. (Details ...)

 

Der Vortrag findet wie üblich im Landschaftsforum statt, beginnt um 19.30 Uhr und kostet EUR 4,00 Eintritt. Auf Basis der am 22. September in Kraft getretenen Corona-Verordnung wird die Vortragsveranstaltung unter Anwendung der 2G-Regel stattfinden. Für den Zutritt ist also ein IMMUNITÄTS- oder vollständiger IMPFNACHWEIS erforderlich.

 

 

Buch des Monats Oktober

"Das Herbarium von Adele Feldmeyer"

Ein florales Reisetagebuch, 1874-1882

 

Mit dem "Herbarium" von Adele Feldmeyer ist durch eine Schenkung ein ganz ungewöhnliches Buch in die Landschaftsbibliothek gelangt. Äußerlich ist der Band im handlichen Taschenbuch-format eher unscheinbar: Der Einband ist stark verblasst, der Buchdeckel mit der goldgeprägten Inschrift "Herbarium" leicht verzogen. Innen ist auf dem rechten Vorsatzblatt der Name "Adele Feldmeyer" in gedruckten Goldbuchstaben eingeprägt. Eine Widmung auf der ersten Seite lautet: "M.[einer] l.[ieben] Adele zum 13. Juli 1874 von Auguste Dörffler, Bremen".

 

Adele Feldmeyer wurde 1849 als Tochter eines Dekorationsmalers in Oldenburg geboren. 1913 verstarb sie mit 64 Jahren ledig und als "Rentnerin" in ihrem Heimatort. In Oldenburger Adressbüchern wird "Fräulein" Adele Feldmeyer seit 1889 mit Wohnungen in bester Lage Oldenburgs in der Taubenstraße und am Haarenufer verzeichnet. Sie stammte also aus gutbürgerlichen Verhältnissen, war gebildet und war wohlhabend, lebenstüchtig und selbstbewusst genug, um im Alter von 25 bis 33 Jahren fünf Sommerreisen in Deutschland und in die Schweiz durchzuführen, die sie in ihrem Herbarium dokumentierte. (Details ...)

 

Landeskundliche Vorträge zur Geschichte Ostfrieslands

Die Landschaftsbibliothek Aurich und das Niedersächsische Landesarchiv - Abteilung Aurich - veranstalten im Herbst 2021 und im Frühjahr 2022 wieder eine gemeinsame wissenschaftliche Vortragsreihe. Die Vorträge finden im Landschaftsforum im Altbau der Ostfriesischen Landschaft, Georgswall 1, statt und beginnen jeweils um 19.30 Uhr. Bitte informieren Sie sich vorab über eventuelle Zugangsbeschränkungen wegen der Pandemie.

 

2021

20.09. Dr. Michael Hermann (Aurich):
100 Bände Emder Jahrbuch - Die Entwicklung der historischen Zeitschrift für ostfriesische Landeskunde im Beziehungsgeflecht zwischen "Kunst", Staatsarchiv und Ostfriesischer Landschaft (Details ...)

01.11. Mag. Georg Kö (Emden):
Die "Kunst" und der Kunstraub im Nationalsozialismus. Ein Betrag zur Geschichte von 1820dieKunst in Emden (Details ...)

06.12. Dr. Heiko Suhr (Wesel):
Georg von Eucken-Addenhausen (1855-1942). Ein Monarchist zwischen Berliner Schloss, Aurich und Neuharlingersiel (Details folgen)

 

2022 

Die Daten, Vortragenden und Themen werden noch bekanntgegeben.
 

Archiv der Vorträge der vergangenen Jahre

  

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