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Landschaft von Ostfriesland
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Neuigkeiten aus der Landschaftsbibliothek

Bibliothek vorläufig geschlossen

 

Als Präventionsmaßnahme gegen die Ausbreitung des Coronavirus bleibt die Landschaftbibliothek bis auf Weiteres geschlossen.

 

Ein Besuch der Bibliothek und die Nutzung des Lesesaals sind daher zurzeit nicht möglich. Fällige Leihfristen lassen sich online verlängern, Mahnungen ergehen während der Schließung nicht.

 

Falls Sie als angemeldete*r Nutzer*in dennoch Medien entleihen wollen, können Sie sich Bücher usw. aus dem Magazin selbst online bestellen. Bei Freihandbeständen sowie Fernleihwünschen schreiben Sie uns bitte eine Email. Sobald die Medien für Sie zusammengestellt sind, vereinbaren wir mit Ihnen einen Abholtermin. Bitte halten Sie bei der Abholung Ihre Lesekarte bereit, die Übergabe wird möglichst kontaktlos geschehen. Bei Fragen schreiben Sie gerne eine Email an bibliothek@ostfriesischelandschaft oder rufen Sie uns an: 04941 179939.

  

Ansonsten gelten die regulären Öffnungszeiten.

  

Buch des Monats Februar

"Der Ostfriese hängt am Althergebrachten ..."

Über ein "Ostfriesisches Heimatbuch", das 1938 glücklicherweise nicht erschienen ist

Im Magazin der Landschaftsbibliothek befinden sich zwei alte Aktenordner mit einem fast 360 Seiten umfassenden Manuskript für ein "Ostfriesisches Heimatbuch", das 1938 für den Druck bei der Fa. Soltau in Norden vorbereitet worden war. Der Plan für das Buch war eine Reaktion auf die 1937 formulierte Forderung des Reichsbildungsministers Bernhard Rust, für die Schulen neue ideologisch korrekte Schulbücher zu verfassen, die dem völkischen und nationalsozialistischen Gedankengut angepasst sein sollten. Diese Aufgabe fiel an den Norder Schulrat Heinrich Kohlmeyer, der seit 1932 Mitglied der NSDAP war und seit 1933 mehrere politische und Parteiaufgaben übernommen hatte. 1938 wurde er Schulrat in Norden und leitete zugleich die Kreisdienststelle der NS-Kulturgemeinde Norden-Krummhörn. 1940 war er auch Kreispropagandaleiter Norden-Krummhörn. (Details …)

  

Buch des Monats Januar

"Entschleierung der Cholera"

Der wissenschaftliche Streit über Ansteckungswege in den Jahren der ersten Cholera-Pandemie 1830 bis 1833

Bereits im Jahr 1831 erwarb die Ostfriesische Landschaft ein Büchlein mit dem reißerischen Titel "Entschleierung der Cholera nebst dem sprechendsten Beweise ihrer Nicht-Contagiösität", gedruckt im gleichen Jahr in Hamburg. Dr. Friedrich Siemerling aus Stralsund hatte dieses Büchlein verfasst und wie es auf dem Titelblatt heißt "auf den Altar der Menschheit niedergelegt". Er wollte damit seinen Beitrag zur Diskussion um die Ursachen und die Bekämpfung der neuen "verheerenden Weltseuche Cholera asiatica" leisten. Damit reiht er sich in eine ganze Flut von Veröffentlichungen über die Cholera in diesen Jahren ein. In Europa kannte man seit jeher die Brechruhr als mitunter auch schwere Durchfallerkrankung. Aber seit 1830 fürchtete man sich insbesondere vor der Verbreitung der "Cholera orientalis". Diese war als mutierte Variante 1817 in Indien entstanden, galt als extrem ansteckend und wies eine Sterblichkeit von 20 % bis 70 % auf. Sie verbreitete sich anschließend weltweit und erreichte Europa 1829 von Sibirien kommend über Westrussland. 1830 kam die Pandemie auch an der Ostsee und in Preußen an. In Ostfriesland fürchtete man seit Herbst 1831, dass die Krankheit von Hamburg auch auf den Nordwesten Deutschlands übergreifen könnte. (Details ...)

  

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