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Landschaft von Ostfriesland
Archiv 2009 |

Archiv 2009

Januar

Civitates Orbis Terrarum
 

Die "Städte der Welt", ein historischer Städteatlas im Original und zugleich ein neuer Reprint-Band

 

Der Kölner Theologe Georg Braun veröffentlichte im letzten Drittel des 16. Jahrhunderts den ersten systematischen Städteatlas überhaupt. Zusammen mit seinen beiden ursprünglich aus Mecheln stammenden Kupferstechern Franz Hogenberg und Simon van den Neuwel brachte er zwischen 1572 und 1617 in sechs Bänden die wirklichkeitsgetreuen Ansichten bzw. maßstabsgetreue Stadtpläne von 564 Städten aus der Vogelperspektive auf Doppelfolioblättern heraus. Dabei beschränkt er sich nicht nur auf die großen und wichtigen Städte Europas - darunter auch Emden -, sondern er präsentierte auch Stadtpläne aus Nordafrika, Indien und Südamerika, Regionen, die teilweise erst seit kaum hundert Jahren in das Blickfeld der Europäer einbezogen worden waren.

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Bücher im Katalog der Landschaftsbibliothek

Februar

Die Landtagsbeschlüsse der Landtage in Emden 1585
 

Die älteste Akte zu den ostfriesischen Landtagen

 

Mehr als 400 Jahre alt ist die erste überlieferte Willensbekundung der ostfriesischen Stände, der Landtagsbeschluss des Landtages in Emden aus dem Jahre 1585, den die Landschaftsbibliothek als „Buch des Monats“ zeigt. Das Exponat stammt aus der Zeit der Streitigkeiten zwischen den Grafen Edzard und Johann kurz vor der zeitweiligen Aufteilung Ostfrieslands unter den zerstrittenen Brüdern und handelt vor allem von finanziellen Auseinandersetzungen zwischen der Landschaft und den Grafen. In diesem Landtagsbeschluss dokumentiert sich die Beteiligung der Ostfriesen bis hinunter zum kleinen Geestbauern an der politischen Willensbildung in Ostfriesland. Diese und andere Akten aus der Überlieferung der ostfriesischen Landtage werden aus Anlass eines Vortrages von Dr. Bernd Kappelhoff über die Landstände, Kirchspiele und Kommunen in Ostfriesland im 18. Jahrhunderts ausgestellt.

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März

Eberhard Buchner, „Kriegsdokumente. Der Weltkrieg 1914/1915 in der Darstellung der zeitgenössischen Presse“, 9 Bände, München 1914 - 1917
 

Die "Kriegsbücherei" in der Landschaftsbibliothek

 

Bereits im November 1914, nur wenige Monate nach Kriegsbeginn, gab Eberhard Buchner den ersten Band der Reihe seiner Zeitungsdokumentation zum Ersten Weltkrieg heraus. Der Titel der Dokumentation "Der Weltkrieg 1914/1915 …" legt nahe, dass der Herausgeber einen baldigen deutschen Sieg und damit das schnelle Ende der Dokumentation erwartete. Sein erklärtes Ziel war es, die "Größe" des Krieges und des vermeintlichen deutschen Sieges zeitnah insbesondere aus Presseberichten zu dokumentieren. Er wollte dabei dem Geschehen "unmittelbar auf der Spur" bleiben und bewusst ohne historischen Abstand eine Geschichte des "Kriegserlebens geben, eine Geschichte unserer Freude, unseres Stolzes, unserer Sorgen und unseres Hoffens, unserer Irrtümer und unserer Hellsichtigkeit."

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Bücher im Katalog der Landschaftsbibliothek

April / Mai

400 Jahre Teleskop - auch in Ostfriesland
 

Im April zeigt die Landschaftsbibliothek Aurich ein Buch des Monats zum "Internationalen Jahr der Astronomie" 2009. Vor genau 400 Jahren wurde die Erfindung des Teleskops europaweit bekannt und ermöglichte den Astronomen erstmals einen detaillierten Blick in die Tiefen des Alls – nicht ohne Risiken: In seinem Drama "Leben des Galilei" von 1938 beschreibt Bertold Brecht, wie der Naturforscher wegen der "unbiblischen" Lehre der Erddrehung um die Sonne von der Inquisition mit Schreibverbot belegt wird. Dann aber kommt der Wendepunkt: Galileo stürzt sich trotz der Gefahr wieder auf die Astronomie, als ein Schüler ihm berichtet: "Ich habe das Buch dieses Fabrizius aus Osteel über die Sonnenflecken gelesen."

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Buch im Katalog der Landschaftsbibliothek

Juni / Juli

Statistische Übersicht Ostfrieslands
 

Aurich 1871

 

Statistiken sind eine wichtige Quelle auch für die Lokalgeschichte. Aber seit wann stehen sie eigentlich zur Verfügung? In Deutschland war es zuerst der Ostfriese Hermann Conring, der 1660 den üblichen Universitätsvorlesungen eine neue, an statistischen Daten orientierte Darstellung der Staatszustände hinzugefügte und der damit als einer der Väter der Statistik in Deutschland gelten darf. Aber es dauerte bis 1871, bis die Auricher Landdrostei die im Juni in der Landschaftsbibliothek Aurich auch als "Buch des Monats" präsentierte, erste und einzige „Statistische Übersicht Ostfrieslands“ im modernen Sinn veröffentlichte.

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Buch im Katalog der Landschaftsbibliothek

August

Jan Fastenau: Inventar der Bau- und Kunstdenkmäler Ostfrieslands

 

Die Landschaftsbibliothek Aurich zeigt als "Buch des Monats" ein Manuskript aus ihrem Besitz. In acht liebevoll eingebundenen Bänden ist handschriftlich auf 4 500 Seiten eine umfassende ostfriesische Kunstgeschichte mit vielen Handzeichnungen zusammengetragen worden. Bisher fast unbemerkt von der Öffentlichkeit und auch der Wissenschaft wird dieser Schatz in der Landschaftsbibliothek aufbewahrt. Der Autor, Jan Fastenau, hatte sich 1930 als Leiter des späteren Emder Landesmuseums vorgenommen, eine ostfriesische Kunstgeschichte zu schreiben und trug bis 1945 die bis heute größte und detailreichste Beschreibung der hiesigen Kunstschätze zusammen. Aber leider ist Jan Fastenaus großartiges Buch niemals gedruckt worden.

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September

Matthias von Wicht, Das Ostfriesische Land-Recht, nebst dem Deich- und Syhlrechte, … Aurich, 1746
 

"Fundgrube ostfriesischer Altertümer"

 

Das alte friesische Recht zwischen Ems und Weser, die gemeinfriesischen Küren, Wenden, Überküren, Landrechte und Landschaftsrechte, sind – mit Ausnahme der Deich- und Sielrechte – , heute nur noch von rein historischer Bedeutung. Im Spätmittelalter waren sie aber bis in das 15. Jahrhundert in Übung und Gebrauch. Sie wurden in friesischer, lateinischer und mitunter niederdeutscher Sprache aufgezeichnet und bilden heute eine Fülle von überlieferten Zeugnissen friesischen Rechts.

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Oktober / November

Enno Rudolph Brenneysen, Ost-Friesische Historie und Landes-Verfassung …, Aurich 1720
 

Ein Windmühlenkampf gegen die ostfriesische Verfassungswirklichkeit

 

Den Namen des vielleicht bedeutendsten und zugleich umstrittensten ostfriesischen Kanzlers, Enno Rudolph Brenneysen (1669-1734), verbindet man in Ostfriesland nicht auf Anhieb mit seiner Tätigkeit als Historiker. Und doch hat er die erste große Quellensammlung zur ostfriesischen Geschichte veröffentlicht. Damit ist Brenneysen zwar nicht in einem Zug zu nennen mit den ostfriesischen Geschichtsschreibern Eggerik Beninga oder Ubbo Emmius, den er wegen dessen Neigung für die ostfriesischen Stände stark verurteilte. Und doch kann seine Bedeutung für die Geschichtsschreibung zur frühen Neuzeit in Ostfriesland kaum überschätzt werden, denn die "Ostfriesische Historie" geht weit hinaus über frühere Sammlungen wie das 1612 zuerst von Johannes Althusius herausgegebene "Recess- und Accordbuch".

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Dezember

Adrian Reershemius, Ostfriesländisches Prediger-Denkmal, Aurich, 1796
 

Ein "Prediger-Denkmal" als Familienunternehmen

 

Ein "Denkmal" ist eigentlich Mal oder Zeichen, eine Inschrift, ein Stein oder eine Skulptur, womit das Andenken an Personen oder bestimmte Begebenheiten in dauernder Weise gepflegt werden soll. Wenn der ungewöhnliche Titel "Denkmal" für ein Buch gewählt wird, so soll damit angedeutet werden, dass man den Personen, die in diesem Buch aufgelistet werden, dauerhaft ein Andenken errichten möchte. Eine der ältesten Predigerfamilien Ostfrieslands hat sich im 18. Jahrhundert der Aufgabe unterzogen, allen Pastoren Ostfrieslands seit der Reformation ein "Denkmal" zu setzen, indem sie umfangreiche und möglichst vollständige Listen aller lutherischen und reformierten Prediger Ostfrieslands bis zum Ende des 18. Jahrhunderts zusammenstellten. .

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