OSTFRIESISCHE LANDSCHAFT - REGIONALVERBAND FÜR KULTUR, WISSENSCHAFT UND BILDUNG
IMPRESSUM | TELEFONZENTRALE: +49 (0)4941 17 99 0
Landschaft von Ostfriesland
Cembalo Universale |
HISTORISCHE TASTENINSTRUMENTE / Cembalo Universale

Cembalo Universale nach Praetorius (Keith Hill, 1983)

 

 

Das Cembalo Universale 

 

Für die Epoche der Renaissance steht das Cembalo Universale oder Cimbalo cromatico, das von Keith Hill nach Beschreibungen von Michael Praetorius (Syntagma musicum II, 1619) nachgebaut wurde. Dieses Cembalo hat einen Tonumfang von vier Oktaven, die mit jeweils 7 Subsemitonien (Unterhalbtönen auf zusätzlichen Obertasten) ausgestattet sind.

 

Das Instrument verfügt damit über 19 Tasten pro Oktave und ermöglicht es, dass das chromatische Repertoire der Spätrenaissance und des Frühbarock in terzenreiner Stimmung gespielt werden kann.

 

 



Klaviatur des Cembalo Universale mit Subsemitonien
c.cis,des,d,dis,es,e,eis,f,fis,ges,g,gis,as,a,ais,b,his/ces,c



Dieses Instrument eröffnet für alle Interessierten die einzigartige Möglichkeit, die Besonderheit der terzenreinen (mitteltönigen) Stimmung kennenzulernen. Dabei ist dieses Klangerlebnis so 
deutlich, dass jeder, unabhängig von der musikalischen Vorbildung, diese Hörerfahrung selbst nachvollziehen kann. Für Schüler und für Studenten kann an diesem Instrument eine praxisorientierte Vermittlung von musiktheoretischen, physikalischen und mathematischen Gesetzmäßigkeiten erfolgen.

 

 Detailfotos / Funktionsbeschreibung und weitere Hörbeispiele zum Cembalo Universale

Hörbeispiel:

Als Literaturstück erklingt die Toccata Quinta per il Cimbalo Cromatico (1609) von Ascanio Mayone (c. 1565-1627). Der Gebrauch der Subsemitonien beschränkt sich auf eine längere Modulation im Mittelteil, die metrisch frei gestaltet werden kann (nur in Halben notiert). In diesem Modulationsteil bewegt sich Mayone bis zum Gis-Dur-Akkord, der ohne Subsemitonien in terzenreiner Stimmung nicht anzuhören wäre. Die überwiegende Zeit bewegt sich Mayone im Rahmen einer üblichen Toccata in a, die auf den vorderen Tasten gespielt werden kann, wie nahezu das überwiegende Repertoire des 17. Jahrhunderts auch.

 

Zurück zur Übersicht

 

zum Seitenanfang

Cembalo Universale Ascanio Mayone Toccata Quinta per il Cimbalo cromatico

Cembalo Universale: Detailfotos und Beschreibung

 

Die Klaviatur des Cembalo Universale umfasst 19 Tasten pro Oktave:

Auf den "normalen" vorderen Tasten liegen die 7 Stammtöne: C,D,E,F,G;A,H, und auf den "normalen" Obertasten die chromatischen Töne Cis, Es, Fis, Gis und B, wie dies in der mitteltönigen Stimmung standardmäßig ist. Hinter den normalen Obertasten liegen in zweiter Reihe erhöht die Tasten für Des, Dis, Ges, As und Ais sowie als zusätzliche schmale schwarze Tasten die Töne Eis und Ces (unterhalb c1) bzw. His (oberhalb von c1).

 

 

 

 

 

Als weitere Hörbeispiele folgen:

  1. Die chromatische Tonleiter aufwärts, ohne Subsemitonien. Dabei wird bereits deutlich, wie farbig und beziehungsreich die mitteltönige Stimmung mit ihren unterschiedlich großen Halbtonschritten klingt.
  2. Die chromatische Tonleiter mit Subsemitonien über 19 Stufen aufwärts in die Oktave: Das Gehör ist diese Schritte nicht gewohnt und verliert die Orientierung.
  3. Modulation abwärts von Gis-Dur bis Ces-Dur über insgesamt 16 Dur-Akkorde mit vollkommener Durterz, wie sie auf dem Cembalo Universale in rein mitteltöniger Stimmung dargestellt werden können.

 

 

Zurück zur Übersicht

zum Seitenanfang

1. Chromatische Tonleiter aufwärts 12-stufig

2. Chromatische Tonleiter aufwärts 19-stufig

3. Modulation abwärts durch 16 Durtonarten

Cembalo Universale Detailfotos

 

 

zurück zur Sammlung historischer Tasteninstrumente

 

 

 

Die Signatur des 1983 erbauten Instruments:

 

 

Die große Zahl von Stimmwirbeln:


 

 


Zurück zur Übersicht

KALENDER
Events
Anna Scholl (Lüdingworth / Altenbruch) lässt im Sonntagskonzert das klingende Juwel der Georgskirche Weener erklingen. In der traditionsreichsten ganzjährigen Konzertreihe Ostfrieslands spielt sie an der Arp Schnitger-Orgel von 1710. Eintritt frei - ...
Beginn: 04.02.2018 17:00 Uhr
Ende: 04.02.2018 18:15 Uhr
Agnes Luchterhandt (Norden) konzertiert im März an der Arp Schnitger-Orgel von 1710 in Weener. Sie ist Organistin an der berühmten Schwesterorgel in Norden. Gerade die Verschiedenheit dieser beiden Instrumente macht beide so unverwechselbar und wertv...
Beginn: 04.03.2018 17:00 Uhr
Ende: 04.03.2018 18:15 Uhr
Eckhart Kuper (Hannover) spielt das Sonntagskonzert zum Osterfest an der Arp Schnitger-Orgel der Georgskirche Weener. Das wichtigste Fest der Kirche erhält durch das Orgelkonzert seine musikalische Deutung und festlichen Glanz. Der Eintritt ist frei ...
Beginn: 01.04.2018 17:00 Uhr
Ende: 01.04.2018 18:15 Uhr
Das Sonntagskonzert im Wonnemonat Mai gestaltet Thiemo Janssen (Norden). Die Verschiedenartigkeit der ostfriesischen Arp Schnitger-Orgeln wird auch für Thiemo Janssen eine besondere Inspiration sein, wenn er in Weener gastiert. Mit Vorfreude wird sei...
Beginn: 06.05.2018 17:00 Uhr
Ende: 06.05.2018 18:15 Uhr
Den Auftakt der Orgelreisen 2018 bildet am Sonnabend vor Pfingsten, dem 19. Mai die „Europäische Orgelstraße“. Passend zum Pfingstfest erklingen die Orgeln in verschiedenen Sprachen und Zungen: die englische Orgel der Frühromantik in Jemgum, die deut...
Beginn: 19.05.2018 08:00 Uhr
Ende: 19.05.2018 19:00 Uhr
Joachim Vogelsänger (Lüneburg) konzertiert an der Arp Schnitger-Orgel der Georgskirche Weener. In Lüneburg ist er Kirchenmusikdirektor an der St. Johannis-Kirche, in welcher die reiche Kirchenausstattung bildlich und musikalisch große Epochen umspann...
Beginn: 03.06.2018 17:00 Uhr
Ende: 03.06.2018 18:15 Uhr
Die zweite Orgelreise des ORGANEUMs im 1. Halbjahr 2018 stellt Barock-Orgeln im Rheiderland vor. Sie führt nach Klein Midlum, Hatzum, Pogum, Landschaftspolder, Bunde (altref. Kirche) und Weener (Ev.-ref. Georgskirche).
Beginn: 16.06.2018 08:00 Uhr
Ende: 16.06.2018 19:30 Uhr
Das Sonntagskonzert im Juli wird Dr. Roland Dopfer gestalten. Am Vorabend des 370. Geburtstages von Arp Schnitger wird das Konzert von Prof. Dopfer einen besonderen Akzent setzen und dem Meister des Orgelbaus in besonderer Weise gewidmet sein. Eintri...
Beginn: 01.07.2018 17:00 Uhr
Ende: 01.07.2018 18:15 Uhr
Die 3. Orgelreise des Jahres stellt die romantischen Dorforgeln des Rheiderlandes vor. In den Kirchen von Böhmerwold, Holtgaste, Oldendorp, Vellage, Wymeer und Weenermoor besuchen wir Orgeln aus den Jahren 1828 bis 1905 von J.G. Rohlfs, den Gebrüdern...
Beginn: 28.07.2018 08:00 Uhr
Ende: 28.07.2018 19:00 Uhr
Zum sommerlichen Sonntagskonzert besucht Jan Katzschke aus Dresden die Orgelstadt Weener für ein Konzert auf der Arp Schnitger-Wenthin-Orgel. Der Spezialist für historische Tasteninstrumente und Orgeln freut sich auf das Wiederhören in der Georgskirc...
Beginn: 05.08.2018 17:00 Uhr
Ende: 05.08.2018 18:15 Uhr
Das Organeum und der Förderkreis Organeum in Weener e.V. laden zum Gartenfest mit Kaffee- und Kuchenbuffet und anschließendem Sonntagskonzert ein. Hajo Wienroth (Traversflöte)  und LKMD Winfried Dahlke spielen mit Kammermusik zum Fest auf. Eintritt f...
Beginn: 02.09.2018 15:00 Uhr
Ende: 02.09.2018 16:59 Uhr
Das Orgelkonzert zum Tag des Gartenfestes gestaltet Thorsten Ahlrichs aus Ganderkesee. Der Organist und Kantor an der dortigen Arp Schnitger-Orgel krönt das Gartenfest mit seinem Orgelkonzert als musikalischen Festtagsgruß. Eintritt frei - Spenden er...
Beginn: 02.09.2018 17:00 Uhr
Ende: 02.09.2018 18:00 Uhr
Das Sonntagskonzert im Oktober gestaltet Veit-Jacob Walter (Basel / Lüdingworth), der neben dem Studium der Kirchenmusik und Komposition einen Studienschwerpunkt auf mittelalterlichen Tasteninstrumente legte. Zudem ist er mit der norddeutschen Orgell...
Beginn: 07.10.2018 17:00 Uhr
Ende: 07.10.2018 18:15 Uhr
Das Künstlerpaar Dagmar Lübking und Thomas Pietzsch (Hamburg) gestaltet das Sonntagskonzert mit Werken für Barockvioline und Orgel. Die beiden Spezialisten für Alte Musik musizieren Kammermusik- und Solowerke, die im Zusammenspiel mit der Arp Schnitg...
Beginn: 04.11.2018 17:00 Uhr
Ende: 04.11.2018 18:15 Uhr