Klingenbruchstück, Endstück eines
 Spandolches oder Klingenschabers
(Zeichnung: P. Schamberger).

Jungsteinzeit

Nenndorf (2007)

FdStNr. 2410/2:69, Gde. Nenndorf, Ldkr. Wittmund

Auf einem hochgelegenen Acker, der an seinem höchsten Punkt auf +7 m NN ansteigt, fanden sich neben neuzeitlichen Keramikscherben auch Flintartefakte. Insbesondere ist der klingenförmige Abschlag zu nennen, dessen Kanten retuschiert wurden und Sichelglanz zeigen (Abb. links). Es könnte sich um das Endstück eines kantenretuschierten Spandolchs, mit dem Pflanzen geschnitten wurden, handeln, zumal der graue opake Flint auf eine gute Qualität hinweist. Als Deutung käme aber auch das Endstück eines Klingenschabers in Frage, dessen Arbeitskante quer abgebrochen ist. Ferner fanden sich zwei Abschläge der Flächenretusche und ein einfacher Abschlag.

W. Schwarz

Fundchroniken  Zeittafel Grabungen 2007