Dünnblattriges Flint-Rechteckbeil aus dem abgebauten
Hochmoor;
M. 1:2 (Zeichnung: G. Kronsweide).

Jungsteinzeit

Jheringsfehn (2007)

FdStNr. 2611/7:3, Gde. Moormerland, Ldkr. Leer

Anfang der 1970er Jahre wurde auf einer Baustelle in Jheringsfehn ein Flintbeil (Abb. links) gefunden und im Berichtsjahr gemeldet. Die Fundstelle befindet sich auf einer Sandkuppe im abgebauten Hochmoor. Es handelt sich um ein dünnblattiges Flint-Rechteckbeil (Dicken-Breitenverhältnis 0,5) aus hellgrauem, wolkigem opakem Feuerstein. Breit- und Schmalseiten sind geschliffen, aber allseitig sind Reste der ursprünglichen Behauung vorhanden. Der Beilnacken ist nicht geschliffen, stattdessen zeigt er an der höchsten Stelle eine durch Schläge hervorgerufene Stumpfung, also Schlagnarben. Auf rund zwei Drittel der Beillänge vom Nacken aus berechnet sind die Grate der Abschlagnegative poliert, was durch die ehemalige Schäftung verursacht wurde. Das Schneidendrittel ist sehr fein geschliffen, die Schneide ist abgestoßen und daher in einem unbrauchbaren Zustand. Dieser Beiltyp ist charakteristisch für die Einzelgrabkultur. Länge 9,8 cm; Breite 3,7 cm; Dicke 2,0 cm.

W. Schwarz

Fundchroniken  Zeittafel Grabungen 2007