Neolitikum

Brill (2008)

FdStNr. 2411/3:98, Gde. Dunum, Ldkr. Wittmund

Im Jahre 2006 wurde bei einer Begehung auf einem Flurstück bei Brill das Fragment einer Beilklinge aus Feuerstein gefunden (Abb. Z). Es handelt sich um das Bruchstück eines dünnnackigen Beiles im ungeschliffenen Rohzustand. Das vollständig flächenretuschierte Stück ist noch zu etwa zwei Dritteln erhalten, der basale Teil ist allerdings abgebrochen (L. 19,5 cm, Br. 7,5 cm, D. 4,9 cm). Das Stück weist eine hellgraue, z.T. wolkige Patina auf, wobei die etwas stärker gewölbte Oberseite stärker hellgrau-beige patiniert ist. Der Flint ist von zahlreichen Klüften und Rissen durchzogen, was auf Einwirkung von Ackergeräten zurückzuführen ist. Dafür sprechen auch rostrote Abriebspuren.

Während der archäologischen Landesaufnahme in den 1960er Jahren sind wiederholt von der Briller Gaste und der Flur Bramkampen Feuersteine von der Oberfläche geborgen worden. Zumeist handelt es sich um unspezifische Artefakte, von denen allerdings zahlreiche als gebrannte Stücke vorliegen. Bisher fehlen aber datierbare Keramikfunde. Beil- und Flintfunde könnten als Hinweise auf eine ehemalige neolithische Siedlung gedeutet werden. Von der benachbarten kaiserzeitlichen Fundstelle aus der Sandgrube Brill stammen ebenfalls vereinzelte neolithische Funde, die von Lehmann (2002, 169) als trichterbecherzeitlich angesprochen werden.

Lit: Lehmann, T. D. 2002: Brill, Lkr. Wittmund. Ein Siedlungsplatz der Römischen Kaiserzeit am ostfriesischen Geestrand. Beiträge zur Archäologie in Niedersachsen 2. Rahden/Westf. 2002.

J. F. Kegler

 

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