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Landschaft von Ostfriesland
Cembalo nach Ruckers |
HISTORISCHE TASTENINSTRUMENTE / Cembalo nach Ruckers

DAS CEMBALO NACH RUCKERS (private Leihgabe)

 

Das Cembalo nach Ruckers von Keith Hill, erbaut im Jahre 1976, gibt ein Beispiel für die flämische Tradition im Cembalobau. Das Instrument  hat ein Manual mit einem Tonumfang von vier Oktaven, wobei die untere Oktave als kurze Oktave ausgeführt ist (C D E F G A-c‘‘‘).



Es verfügt über zwei Register in 8‘-Lage, die seitlich am Gehäuse ein- und ausgeschaltet werden können. Der Resonanzboden und das Gehäuse sind in der Manier der Ruckers-Tradition reich dekoriert worden. Sogar die Tastenfronten sind fantasievoll verziert.



Die Cembali der Instrumentenbauerfamilie Ruckers, die zwischen 1570 und 1660 in Antwerpen gefertigt wurden, gehörten zu den begehrtesten ihrer Zeit und wurden damals auch zahlreich nach England, Frankreich und Deutschland exportiert.

 

Die wichtigsten Vertreter der Familie sind Hans der Ältere (1550 - ca. 1623) und seine Söhne Joannes oder Hans der Jüngere (1578 - 1643) und Andreas der Ältere (1579 - 1654).

 

Ein kraftvoller und charakteristischer Ton zeichnete die Instrumente, die in großer Vielfalt gebaut wurden, aus. Die flämischen Instrumente waren von vergleichsweise schwerer Bauart und dienten noch im 18. Jahrhundert als Vorbilder für Kopien in anderen Ländern.

 

Kennzeichnend für die Ruckers-Instrumente ist auch die reiche und kunstvolle Bemalung der Zargen, der vorderen Füllbretter und des Inneren des Deckels.  Malerei auf dem Resonanzboden stellt Blumen, Früchte und Vögel dar, kunstvolle Tapeten und Holzmaserungen dienten zur Verzierung von Gehäuseteilen.


Als sich der Zeitgeschmack wandelte und die Ansprüche an den Tonumfang größer wurden, wurden viele Instrumente umgebaut und erweitert. Dies zeigt, wie hoch der Wert der alten Substanz eingeschätzt wurde, die mit großem Aufwand umgestaltet wurde.

 

 

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