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Landschaft von Ostfriesland
Teekultur Ostfriesland |
KULTUR / VERNETZUNG IN OSTFRIESLAND / Teekultur Ostfriesland

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Ein Symposium rund ums ostfriesische Gold

Zwei Studios im Landschaftsforum. Im Landschaftsforum begrüßten (v.l.n.r.) Landschaftsdirektor Dr. Matthias Stenger, Katrin Rodrian (Kulturagentur) und Landschaftspräsident Rico Mecklenburg die Teilnehmenden. Foto: Inga Graber © Ostfriesische Landschaft

Wie lässt sich das Immaterielle Kulturerbe „Ostfriesische Teekultur“ mit dem Kulturtourismus verbinden? Diese Frage stand im Mittelpunkt eines Symposiums der Kulturagentur der Ostfriesischen Landschaft am Mittwoch (2. Juni). Katrin Rodrian, Leiterin der Kulturagentur, hatte dazu mehrere Referentinnen und Referenten geladen, die sich in einer anschließenden Diskussion den Fragen der Teilnehmenden stellten.

Den Anfang machte Dr. Sophie Elpers von der Königlich Niederländischen Akademie der Wissenschaften in Amsterdam. Anhand von Beispielen aus den Niederlanden zeigte sie, wie immaterielles Kulturerbe auf verschiedenen Wegen zugänglich gemacht werden kann. „Immaterielles Kulturerbe ist eine Bereicherung auf allen Ebenen“, sagte Elpers. Es müsse sich aber auch der Zeit anpassen. Dafür seien ständige Dialoge und Debatten nötig, so die Wissenschaftlerin.

Landschaftsdirektor Dr. Matthias Stenger, der neun Jahre lang das Ostfriesische Teemuseum in Norden geleitet hat, nahm die Teilnehmenden in seinem Vortrag mit auf eine Reise in die Welt des Ostfriesentees. Der kam mit großen Handelsschiffen an die Nordseeküste und war schon früh ein geschätztes Genussmittel in Ostfriesland. „In der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts fasste Tee in Ostfriesland Fuß“, erklärte Stenger. Auch ein Verbot Friedrichs des Großen änderte daran nichts.

Ostfriesland wurde und blieb ein Teetrinkerland, dessen Teekultur 2016 zum Immateriellen Kulturerbe erhoben wurde.

Der gebürtige Norder Prof. Dr. Enno Schmoll von der Jade Hochschule Wilhelmshaven referierte schließlich über die Bedeutung von Kulturtourismus. „Ein zentrales Reisemotiv ist, Kontrasterfahrungen zu machen“, sagte er. Viele Urlauber würden daher auch etwas erleben und in die Kultur des Reiselandes eintauchen wollen. Darin sah Schmoll auch eine große Chance für die Ostfriesische Teekultur.

Das wurde auch in der anschließenden Diskussion, die von Dr. Nina Hennig, Leiterin der Museumsfachstelle bei der Ostfriesischen Landschaft, geleitet wurde, deutlich. Dort schlug eine Teilnehmerin vor, anstelle von „Kneipenbummeln“ „Teebummeln“ im Programm ostfriesischer Gästeführer zu verankern. Die Experten sahen darin eine gute Verbindung von Immateriellem Kulturerbe und Kulturtourismus. Auch der Aufbau einer Teeroute wurde diskutiert.

Nach rund vier Stunden endete das Symposium mit vielen Anregungen und Impulsen. Aufgrund der Corona-Pandemie fand die Veranstaltung hybrid statt. Die meisten Teilnehmenden waren per Videokonferenz zugeschaltet.

 

 

 

Teebotschafterinnen und Teebotschafter

 

Ostfriesland Kulturkalender mit Sonderteil "Ostfriesische Teekultur" 

 

 

 

 

Teebotschafter Klaus-Peter Wolf

Foto: Etta Bengen © Ostfriesische Landschaft

Der Bestsellerautor Klaus-Peter Wolf im Ständesaal der Ostfriesischen Landschaft als Teebotschafter im Projekt "Teekultur Ostfriesland".

 

Weitere Teebotschafterinnen auf Facebook und Teebotschafter auf YouTube

 

 

 

 

Teebotschafter Harm Bengen

Foto: Inga Graber © Ostfriesische Landschaft

Der Karikaturist Harm Bengen im Ostfriesischen Teemuseum Norden als Teebotschafter im Projekt "Teekultur Ostfriesland".

Facebook und Youtube

 

 

 

Teebotschafterin Bettina Göschl

Foto: Inga Graber © Ostfriesische Landschaft

In ihren Büchern schickt sie unter anderem "Die Nordseedetektive" auf Verbrecherjagd in Ostfriesland. Viele Kinder kennen sie aber auch aus dem Fernsehen: Bettina Göschl. In Ostfriesland hat sie ihre Wahlheimat gefunden und den Ostfriesentee schätzen gelernt. Deshalb ist sie eine unserer Teebotschafterinnen für das Projekt: Teekultur Ostfriesland.

Teebotschafterin Bettina Göschl

 

 

 

Jeden Monat werden neue Teebotschafterinnen und Teebotschafter vorgestellt.

Informationen zum Tee auch bei Ostfriesland travel

 

 

 

Projekt „Teekultur Ostfriesland“ startet

Foto: von links: Rico Mecklenburg Landschaftspräsident; May-Britt Pürschel, Leiterin des Referates Tourismus und Kreativwirtschaft beim Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung, Helmut Collmann, Ehrenpräsident Ostfriesische Landschaft, Landschaftsrat Helmut Markus, Etta Bengen, Vernetzungsstelle „Teekultur Ostfriesland“, Ostfriesische Landschaft, Dr. Rolf Bärenfänger, Landschaftsdirektor, Dr. Matthias Stenger, Museumsleiter Ostfriesisches Teemuseum Norden, Katrin Rodrian, Leiterin Kulturagentur Ostfriesische Landschaft Foto: Inga Graber © Ostfriesische Landschaft

 

AURICH – Diese Redewendung ist nur in Ostfriesland im sprichwörtlichen Sinne todernst gemeint und zeugt von der Bedeutung des Tees für Ostfriesen. Das Projekt „Teekultur Ostfriesland“, das mit rund 64.000 Euro vom Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung gefördert wird, will vor allem den Kulturtourismus unterstützen. „Es geht nicht nur um die Teezeremonie, die wohl jedem Ostfriesen ein Begriff ist“, so Helmut Collmann, Ehrenpräsident der Ostfriesischen Landschaft und Mitinitiator des Projektes. „Wir wollen vor allem die Teekultur noch mehr Inwertsetzen, die seit 2016 auf der deutschen UNESCO-Liste für Immaterielles Kulturerbe steht“, so Collmann weiter.

 

Ab dem 1.10. wird für ein Jahr bei der Kulturagentur der Ostfriesischen Landschaft eine Vernetzungsstelle neu eingerichtet, die mit der Ostfriesin Etta Bengen besetzt wird. Dabei werden Fragen zur historischen Entwicklung der Teekultur, zu den Bräuchen, die damit verbunden sind oder Sprichwörtern, die sich auf das goldene Heißgetränk beziehen, behandelt. „Drei Tassen sind Ostfriesenrecht“ ist das wohl bekannteste Sprichwort.

Erstmalig werden dabei die Bereiche Kultur, Tourismus und Gastronomie vernetzt. Geplant ist hierbei die Erstellung eines Gütesiegels, das Standards festlegen soll, wie die „Teekultur Ostfriesland“ einheitlich dargestellt wird.

 

„Wir wollen mit unserem Immateriellen Kulturerbe auch Vorbild für andere Regionen in Niedersachsen sein“, so May-Britt Pürschel, Leiterin des Referates Tourismus und Kreativwirtschaft im Niedersächsischen Wirtschaftsministerium.

 

„Mit der qualitativen Darstellung der „Teekultur Ostfriesland“ erkennen die Einheimischen den hohen Stellenwert ihres alltäglichen Brauchtums. Durch die authentisch gelebte Teekultur fühlen sich wiederum Touristen angesprochen“.

 

 

 

 

Erklärvideo Ostfriesische Teezeremonie

    Das Erklärvideo auf YouTube

 

 

Sprichwörter und Redewendungen

Foto: Reinhard Former © Ostfriesische Landschaft

Das Plattdüüskbüro der Ostfriesischen Landschaft hat Sprichwörter und Redewendungen zum Tee zusammengestellt

WÖRTERBUCH

unter Essen und Trinken / Rund um den Tee

 

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