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Landschaft von Ostfriesland
Disposition der Orgel |
Orgel Große Kirche Leer / Disposition der Orgel

Geschichte der Orgel und Disposition

 

16. Jh.             *         
Andreas de Mare (?): Kloster Thedinga ca. 1570-1590

1608/9             *        
Marten de Mare: Umbau oder Neubau unter Verwendung der Orgel aus dem Kloster Thedinga, Tonumfang CDEFGA-g2a2
Vollständige Disposition nicht belegbar, vermutlich 9 Register, vergleichbar mit der Orgel von Uttum

1763/66           o/Hi    
Albertus Anthoni Hinsz, Erweiterung: neue Windlade für das Hauptwerk, Tonumfang C-c3 unter Beibehaltung von Registern der Orgelbauer de Mare, Hinzufügung eines Rückpositives C-c3 mit 8 Registern, insgesamt nun 20 Register

1785/87           W       
Johann Friedrich Wenthin: Translozierung aus der alten Liudgeri- Kirche in die neu erbaute Kirche, Aufstellung der Bälge im Turm.

1845-1850      Hö     
Wilhelm Caspar Joseph Höffgen: Erweiterungsumbau: neues  Pedalwerk mit 6 Stimmen, das Rückpositiv wurde zum Oberwerk mit zusätzlichem Principal 8‘ im Prospekt; Prospektumgestaltung, neues Schnitzwerk durch Emder Bildhauer; Umbau vollendet von Brond de Grave-Winter; insgesamt nun 27 Register

1888-1926                 
Veränderungen durch Rohlfing, Diepenbrock und Klassmeyer: Austausch von Dulcian, Trompete 16‘, Quintflöte, Sesquialtera  und  Scharff gegen „sanfte Stimmen“ und Oboe 8‘; Ersatz der 1917 abgelieferten Zinnprospektpfeifen durch Zinkpfeifen

1953-1955      O         Umbau: Paul Ott: freistehender Spieltisch, Verlängerung der Pedaltürme auf 16‘-Fuß-Länge, Entfernung des Oberwerks, zwei  neue Rückpositive mit je acht Registern, Hinzufügung von 3 Stimmen im Pedal, Prospekt und andere große Pfeifen in Hauptwerk und Pedal wieder aus Zink, Verlust vielen Schnitzwerks, insgesamt 37 Register

1963-1971      A&B   
Ahrend & Brunzema, Erneuerung von 7 Zungenregistern, Nachintonation, Konsolidierung des Windsystems, zwei neue Bälge

2014/2015       HA      
Hendrik Ahrend: Erster Bauabschnitt der Restaurierung
Restaurierung und Rekonstruktion des Gehäuses, Restaurierung der Windlade des HW, Rekonstruktion der gesamten Traktur und des Regierwerks, ausgenommen der Oberwerkstrakturen

2016-2018      r/HA    Zweiter Bauabschnitt der Restaurierung
Hendrik Ahrend: Restaurierung des historischen Pfeifenwerks, Rekonstruktion des Oberwerks, Prospekt in allen 5 Werken neu aus Zinn, Neubau der übrigen Register in historischem Stil, Rekonstruktion der vierfachen Keilbalganlage, Neuanfertigung der RP-Windladen

 

Disposition:

 

II. Hauptwerk / C-f’’’
*/r  Quintadena 16’ 
r Principal 8’
*/r Rohrfloit 8’
*/Hi/r Octav 4’ 
Hö/r Quinta 3’
r/* Hohlfloit 4’ 
*/Hi/r Octav 2’  
r Sesquialtera 2f.
r Mixtur 4-6f.
r Cimbel 3f.
A&B Trommet 16’
*/W/r Trommet 8’
III.a Oberwerk / C-f’’’
r Principal 8’
Hi Gedact 8’
r  Flaut travers 8’ 
r  Quintadena 8’
r Octav 4’
Hö/r Floit 4’
r Quintfloit 3’
Hi/r Waldfloit 2’
r Tertia / D 1 3/5
r Scharff  3f.
r Dulcian 8’
I. Rückpositiv links / C-f’’’
HA Hohlfloit 8’
HA Principal 4’
HA Blockfloit 4’
HA Octav 2’
HA Quinta 11/2
HA Scharff 3f.
A&B Sordun 16’
A&B Dulcian 8’
III.b Rückpositiv rechts / C-f’’’
HA Gedact 8’
HA Hohlfloit 4’
HA Nasat 3’
HA Principal 2’
HA Tertian 2f.
HA Cimbel 3f.
HA Octav 1’
A&B Regal 8’ 
Pedalwerk / C-f’ 
HA Principal 16’
Hö/r Subbass 16’
r Octavbass 8’
Hö/r Octavbass 4’
HA Nachthorn 2’
HA Mixtur 3f.
A&B Posaun 16’
A&B Trommet 8’
A&B Cornett 2’

Koppeln:

III/II (OW an HW + RP rechts an HW)

I/II   (RPlinks an HW)

III/I  (RP rechts an RP links ohne OW)

III/Ped

II/Ped alternativ zu III/Ped

I/Ped

 

Ventil OW an

 

*/Hi/Hö/O/HA  Hauptgehäuse mit Elementen aus allen Epochen

O                     Rückpositivsgehäuse

 

Hö                   Windladen Pedal
Hi                    Windladen HW

HA                  Windladen OW und Rp1 und 2

 

HA                  Klaviaturen und Traktur

r                      vierfache Keilbalganlage

 

Stimmton        a1= 440 Hz bei ca. 16° Celsius

Winddruck      75 mm/Ws

Temperatur     wohltemperiert (Bellingwolde, Schnitger & Freytag 1797)

 

Zur Verteilung der Manuale und zur Wirkungsweise der Koppeln:

Das Rückpositiv links ist fest mit dem ersten Manual verbunden. Das Hauptwerk ist fest mit dem zweiten Manual verbunden. Das Oberwerk ist fest mit dem dritten Manual verbunden. Das Rückpositiv rechts kann zusätzlich an das dritte Manual angekoppelt werden. Um das rechte Rückpositiv allein vom dritten Manual zu spielen, kann das Oberwerk über ein Ventil vom Wind getrennt werden. Dann entfällt am 3. Manual der Druckpunkt des Oberwerks. Die Koppel III/I verbindet die beiden Rückpositive, wirkt aber nicht auf das Oberwerk. Von dem ersten Manual können auf die Weise beide Rückpositive gleichzeitig gespielt werden. Die Tasten des dritten Manuals bewegen sich dabei nicht mit. Vom dritten Manual kann dann das Oberwerk allein gespielt werden. Für die Koppel III/I ist es folglich nicht erforderlich, dass das rechte Rückpositiv an das 3. Manual angekoppelt ist.

 

Die Pedalkoppel I/P ist selbstständig und verbindet das linke Rückpositiv mit dem Pedal. Die Pedalkoppeln III/P und II/P lösen sich gegenseitig aus. Bei gekoppelten Manualen zieht die Koppel II/P in die angekoppelten Manualwerke durch.

 

Die Pedalkoppeln II/P und III/P dürfen nicht während des Spiels betätigt werden. Die Manualkoppeln und die Pedalkoppel I/P können während des Spiels gezogen werden.

 

KALENDER
Events
Das ORGANEUM in Weener lädt mittwochnachmittags um 15.00 Uhr wieder zu öffentlichen Führungen ein. Die Zahl der Besucher*innen muss vorerst auf 12 Personen begrenzt bleiben. Anmeldung Tel.: 04951/912203 (Frau Bleeker). Herzlich willkommen! 
Beginn: 30.09.2020 15:00 Uhr
Ende: 30.09.2020 16:00 Uhr