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ARCHIV  / Archiv 2018

ARCHIV 2018

Vergangene Veranstaltungen im Jahr 2018

Sonntag, 11. November 2018  14.30 Uhr

 

Am Sonntag, dem 11.November wird um 14.30 Uhr zur Feier der öffentlichen Indienstnahme der restaurierten Orgel in die Große Reformierte Kirche in Leer eingeladen.

 

Nach mehrjähriger Planung und Restaurierung erklingt die Historische Orgel wieder in unvergleichlicher Schönheit. Eine über 400jährige Orgelbaugeschichte kommt dadurch zu einem krönenden Abschluss.

Die ältesten Pfeifenreihen stammen aus dem Kloster Thedinga und wurden 1609 durch Marten de Mare für den Bau einer Renaissanceorgel Orgelbau in der mittelalterlichen Leeraner Liudgerikirche verwendet. Der Schnitgernachfolger Albertus Anthoni Hinsz vergrößerte sie 1766 zur zweimanualigen Barockorgel. J.F. Wenthin setzte sie in die neu erbaute Reformierte Kirche um. J.C.W. Höffgen und B.d.Grave Winter erweiterten die Orgel 1845-50 um die Pedaltürme und schufen eine prächtige Prospektgestaltung. 1917 mussten die Zinnprospektpfeifen abgeliefert werden. Durch einen Umbau in den 1950er Jahren wurde die verbliebene historische Substanz tiefgreifend verändert. In den Jahren 1963-1971 wurde führten Ahrend & Brunzema kleinere Konsolidierungsmaßnahmen durch. In zwei Bauabschnitten wurde die Orgel nun von 2014-15 und 2016-18 durch die Orgelbauwerkstatt Ahrend umfassend restauriert. Über diese Restaurierung informiert ein Orgelmagazin, dass anlässlich der Feier zum Abschluss der Restaurierung ausgegeben wird.

 

Programm:

 

14.30 Uhr Festgottesdienst in der Großen Kirche
              

anschließend Empfang im gegenüberliegenden Kinderschutzhaus

 

17.00 Uhr Orgelkonzert mit LKMD Winfried Dahlke

In dem festlichen Konzert kommen alle 48 klingenden Stimmen der Orgel in vielfältigen Klangzusammenstellungen zu Gehör. Es erklingen Orgelwerke von Vincent Lübeck, J.P. Sweelinck, L.N. Clérambault, J.S. Bach, L.v. Beethoven, S.v. Soldt und D. Buxtehude.

 

Information über die Restaurierung der Historischen Orgel in der Großen Kirche zu Leer:

Das Orgelmagazin zur abgeschlossenen Restaurierung wird zum Fest am 11. November gedruckt vorliegen.

Georgskirche Weener, 4. November 17.00 Uhr

Das goldene Zeitalter des Stylus Phantasticus

 

 

Am Sonntag, dem 4. November wird um 17.00 Uhr zum letzten Sonntagskonzert des Jahres in die Georgskirche Weener eingeladen. Unter dem Titel „Das goldene Zeitalter des Stylus Phantasticus“ gestalten Thomas Pietsch und Dagmar Lübking aus Hamburg ein Konzert für Barockvioline und Orgel. Es erklingen Ensemble- und Solowerke von Hieronymus Praetorius, Heinrich Scheidemann, Johann Schop, Heinrich Ignaz Franz Biber, Matthias Weckmann, Dieterich Buxtehude, Johann Jacob Walther und Johann Sebastian Bach.

 

Die ausgewählte Musik lässt die musikalische Blütezeit des 17. Jahrhunderts aufleben, deren farbenreiche Klangwelt durch die Schnitger-Orgel und die Barockvioline in der hervorragenden Akustik der Georgskirche beispielhaft vertreten wird. Geistliche und weltliche Musik und die abwechslungsreiche Tonsprache des Stylus Phantasticus versprechen ein zauberhaftes Hörereignis.

Sonntagskonzert „mit großer Emotion und Seelentiefe“ mit Veit-Jacob Walter

 

Am Sonntag, dem 7. Oktober wird um 17.00 Uhr zum Sonntagskonzert in die Georgskirche Weener eingeladen. Gastorganist an der Arp Schnitger-Orgel ist Veit-Jacob Walter aus Altenbruch. Veit Jacob Walter gestaltet sein Programm mit den schönsten Choralbearbeitungen und kunstvollen Fugen von Johann Sebastian Bach.

 

Zur Eröffnung erklingt das liebliche Trio über „Allein Gott in der Höh sei Ehr“, das thematisch wie ein Leitmotiv über der Musik Bachs steht. Die Choräle über „Liebster Jesu, wir sind hier“ knüpfen an die süße Innigkeit an. In den folgenden Kompositionen über „Aus tiefer Not schrei ich zu dir“ und „Ich ruf zu dir, Herr Jesu Christ“ wird das Thema Buße auf musikalisch sehr verschiedene Weise zum Ausdruck gebracht. Der Leipziger Choral über das Abendmahlslied „Schmücke dich, o liebe Seele“ gehört auch zu den eindrücklichsten Perlen Bachscher Tonkunst, wie auch die Choräle „Erbarm dich mein, o Herre Gott“ und „O Mensch, bewein dein Sünde groß“. Kompositorische Kontrapunkte bilden dagegen im wörtlichen Sinne zwei „Contrapunctus“ aus der Kunst der Fuge und die prächtige Fuge in Es-Dur. Diese Musikzusammenstellung von großer Emotion und Seelentiefe wird auf der Arp Schnitger-Orgel besonders gut zur Wirkung kommen und lässt das Konzert von Veit Jacob Walter gespannt erwarten.

 

Der Eintritt zu den Sonntagskonzerten ist frei. Es wird am Ausgang um eine Spende für die Fortführung der Konzertreihe gebeten.

 

Veit-Jacob Walter, geboren in Lahr/Schwarzwald, erhielt früh Unterricht in Klavier, Cembalo und Orgel und wurde Jungstudent in Freiburg bei Martin Schmeding. Später studierte er Kirchenmusik, Komposition und Orgel bei Tobias Lindner, Paolo Crivellaro und Stefan Baier (Orgel) sowie Yoav Pasovsky, Daniel Ott und Elena Mendoza (Komposition). Aus  Meisterkursen und Privatstunden erhielt er weitere Impulse. An der Schola Cantorum Basiliensis absolvierte er ein Master-Studium im Bereich mittelalterliche Tasteninstrumente. Dort widmete er sich der Musik des 13. bis 15. Jahrhunderts und zog aus Ikonographie und schriftlichen Quellen  Rückschlüsse auf die Aufführungspraxis ältester Musik. Außerdem studierte er Cembalo bei Jörg Halubek an der Bruckneruniversität Linz. Bei Wettbewerben zählt er mehrfach zu den Preisträgern. Zusammen mit Anna Scholl hat er an den großen Denkmalorgeln von Altenbruch und Lüdingworth und in der norddeutschen Orgellandschaft ein reiches Betätigungsfeld gefunden und gibt zahlreiche Konzerte.

 

Eckhart Kuper
Bensmann-Orgel Oldersum kath. Kirche
Ahrend-Orgel Oldersum Ev.-ref. Kirche, Foto: Deuber

  

Sonntag, 30. September 2018, 16.00 Uhr Wandelkonzert

Oldersum, Katholische Kirche / Ev.-ref. Kirche

Eckhart Kuper (Hannover, Leipzig) gestaltet das Wandelkonzert an der Bensmann-Orgel der kath. Kirche und der Ahrend-Orgel in der Ev.-ref. Kirche mit Kompositionen von Bruna, Krebs, Bach u.a.

Mit diesem Konzert wird die Reihe der beliebten Wandelkonzerte fortgesetzt. In beiden Kirchen kommt ein etwas halbstündiges Programm zur Aufführung. Nach dem Auftakt in der katholischen Kirche Mariae Himmelfahrt wandeln die Zuhörer zur nahegelegenen Ev.-ref. Kirche, wo ein ebenfalls halbstündiges Programm auf der Ahrend-Orgel dargeboten wird. Der Eintritt ist frei, eine Spende wird am Ausgang erbeten.

Der Gastorganist dieses Nachmittages, Eckhart Kuper, wurde 1961 geboren und lehrt an den Musikhochschulen von Hannover und Leipzig.

Eckhart Kuper studierte von 1980 – 1986 an der Hochschule für Musik und Theater Hannover Kirchenmusik (Orgel bei Prof. Ulrich Bremsteller und Hans Christoph Becker- Foss; Klavier bei Prof. Konrad Meister; Cembalo bei Prof. Lajos Rovatkay, A-Examen 1986) und Komposition (Diplom 1986).

Er setzte dann sein Studium bei Hans van Nieuwkoop am Sweelinck-Conservatorium Amsterdam (Konzertfach Orgel, Examen 1988) und anschließend, wiederum in Hannover, bei Prof. Lajos Rovatkay (Soloklasse Cembalo, Konzertexamen 1991) fort.

Er unterrichtete Orgelliteratur und -improvisation an der Hochschule für Künste in Bremen und unterrichtet Cembaloliteratur, -korrepitition, Generalbass und Hammerflügel an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ in Leipzig; seit 2004 zudem Cembalocontinuo im Studiengang Kirchenmusik der Hochschule für Musik und Theater Hannover.

An Cembalo und Orgel wie auch an Clavichord und Hammerflügel konzertiert er als Solist, in Ensembles für Alte Musik und mit verschiedenen Orchestern, vor allem solchen mit „historischen“ Instrumenten. Sein besonderes Interesse gilt den historischen Tasteninstrumenten, ihrer Spielart und ihren Klangeigenschaften.  

Sonntag, 23.09.2018 18.00 Uhr

Ev.-ref. Kirche Loppersum

Vorstellung der restaurierten Gebrüder Rohlfs-Orgel von 1868, Andacht und Konzert

 

Die Evangelisch-reformierte Kirche ist im Stil der frühen Neugotik errichtet worden und ist seit der denkmalpflegerisch vorbildlichen Restaurierung ein Schmuckstück mit vollständig originalem Interieur.

 

Passend zur neu erbauten Kirche schufen die Gebrüder Rohlfs 1868 ein neues Orgelwerk, das in Prospektgestaltung und Disposition ein besonderes und ambitioniertes Instrument darstellt.

 

Die Orgelrestaurierung wurde durch das Bundesprogramm für national bedeutsame Orgeln gefördert und von Orgelbaumeister Bartelt Immer aus Norden ausgeführt.

 

Dabei wurde die Entdeckung gemacht, dass die Orgel anders als ursprünglich veranschlagt ausgeführt wurde. Winfried Dahlke und Bartelt Immer forschten über mehrere Wochen in alten Dokumenten und im Bestand des überlieferten Pfeifenwerks, um die ursprüngliche Anlage erschließen zu können.

 

Die Orgeldisposition war deutlich „romantischer“ als andernorts. Das freie Pedal mit den Registern Subbass 16‘ und Violon 8‘ hebt dieses Instrument aus vielen zeitgleich entstandenen Orgelwerken heraus.

 

Pastorin Marita und Jürgen Sporré, LKMD Winfried Dahlke und Orgelbaumeister Bartelt Immer gestalten am Sonntag, dem 23.09. eine fröhliche Feier zur Indienstnahme der restaurierten Orgel mit einer Orgelvorstellung, einer Andacht und konzertanten Beiträgen. Winfried Dahlke spielt Werke von Felix Mendelssohn Bartholdy, Josef Gabriel Rheinberger und Justin Heinrich Knecht.

 

Sonntag,16. 09. 2018 16.00 Uhr

Konzert an der Schnitger & Freytag-Orgel Bellingwolde

 

Am Sonntag, dem 16. September wird um 16.00 Uhr zu einem Orgelkonzert an der Schnitger & Freytag-Orgel von 1797 in die Magnuskerk des niederländischen Grenzortes Bellingwolde eingeladen. LKMD Winfried Dahlke spielt Werke von J.S. Bach, Felix Mendelssohn Bartholdy und Justin Heinrich Knecht.

 

Die Bellingwolder Orgel gilt als letzte Schnitger-Orgel. Sie wurde durch den Enkelsohn Arp Schnitgers Frans Caspar d.J. miterbaut. Das Instrument zählt zu den besterhaltenen Denkmalorgeln der Ems-Dollart-Region. Sie verleiht der Musik des 17. bis 19. Jahrhunderts eine unvergleichliche Ausdruckskraft. 

 

Winfried Dahlke bringt in diesem Konzert die drei Praeludien und Fugen für Orgel op. 37 von Felix Mendelssohn Bartholdy zur Aufführung. Die drei Werke in den Tonarten c-Moll, G-Dur und d-Moll sind Meisterwerke, in denen sich klassische Formen mit frühromantischem Ausdruck verbinden.

 

Von Johann Sebastian Bach kommen die Choralpartiten über „Herr Christ, der einig Gotts Sohn“ und „O Gott, du frommer Gott“ zur Aufführung. In diesen Variationswerken kommen die Klangfarben der Schnitger & Freytag-Orgel in vielfältigen Ensembleregistrierungen zum Einsatz.

 

Ein musikalisches Bindeglied zwischen Bach und Mendelssohn bilden die galanten Variationen in F-Dur von Justin Heinrich Knecht, die in wechselnden Affekten und Klängen ebenfalls die berühmte Denkmalorgel wunderbar vorstellen.

 

Die Konzerte in Bellingwolde erhalten ihre besondere Atmosphäre durch die Gastfreundschaft der Gemeinde, die in der Pause zu Tee- Kaffee und Kuchen einlädt. In der kleinen gotischen Kirche mit originalem Gewölbe und guter Akustik sitzen die Zuhörer mit Blick auf die prächtige Orgel. Die Kirche bildet mit den repräsentativen umliegenden Wohnhäusern ein einzigartiges Ensemble inmitten des malerischen Ortes.

 

Der Eintritt zu dem Konzert beträgt 7,-€ inklusive einer Tee- und Kaffeepause in der Konzertmitte. Das Konzert wird in Kooperation zwischen Organeum und Gemeinde Bellingwolde veranstaltet. Die Einnahmen kommen der Konzertkommission zugute.

 

 

 

 

 

 

Ev.-ref. Kirchengemeinde Stapelmoor | Kreuzkirche

Tag des offenen Denkmals | 8. Deutscher Orgeltag

Sonntag, 9. September 2018 17.00 

                                                                        

Vorstellung der französischen Barockorgel und Konzert

 

Die Orgel wurde 1994 – 1997 Bartelt Immer, Claude Jaccard und Reinalt Klein nach der Clicquot-Orgel von 1734 in Houdan im alten Gehäuse von 1848 (Eike Schulte, Papenburg) erbaut.

                                            

            

Orgelwerke von Louis Marchand (1669-1732)

 

Plein Jeu             

                               

Fugue                 

                                      

Trio                     

                              

Basse de Trompette        

                               

Quatuor               

                                                

Tierce en Taille    

                                

Fond d‘ Orgue      

 

Dialogue in d        

                                                                                 

Dialogue in C       

 

Orgelvorstellung: LKMD Winfried Dahlke

 

 

 

Sonntag, 2. September 2018 15.00 Uhr / 17.00 Uhr

Gartenfest und Sonntagskonzert in Weener

 

Für Sonntag, den 2. September laden das Organeum und der Förderkreis Organeum in Weener ab 15.00 Uhr zum Gartenfest und anschließendem Sonntagskonzert in das Organeum und die Georgskirche Weener ein.

  

Das Gartenfest beginnt um 15.00 Uhr mit Tee, Kaffee und Kuchenbuffet. Als „Tafelmusik“ erklingen Triosonaten von Gottfried Heinrich Stölzel, die von Hajo Wienroth nach den Quellen neu ediert wurden. Es musizieren Marie Wienroth (Traversflöte und Violine), Hajo Wienroth (Traversflöte), Ute Schildt (Erzlaute) und Winfried Dahlke (Cembalo). Die Musik kommt in den unteren Räumen der Organeum-Villa zur Aufführung und wird in den Garten übertragen, sodass alle Gäste draußen und drinnen daran teilhaben können.  

 

Um 17.00 findet das Orgeneumsfest seinen krönenden Abschluss in einem Konzert an der Arp Schnitger-Orgel in der Georgskirche. Thorsten Ahlrichs, Organist der Arp Schnitger-Orgel in Ganderkesee spielt ein Programm unter dem Titel „Kuckuck und Nachtigall am Bache“. Es erklingen lautmalerische Werke von William Byrd (The Bells), Johann Adam Reincken (Holländische Nachtigall), Johann Kaspar Kerll (Capriccio sopra il Cucu), Johann Krieger (Nachtigall) und konzertante Werke von J.S. Bach.

 

Thorsten Ahlrichs erhielt ersten Orgelunterricht an der Christian-Vater-Orgel in Fedderwarden. Er studierte Theologie in Münster und Kirchenmusik in Hamburg. Weiter studierte er Cembalo bei Gisela Gumz und von 2006 – 2008   bei Menno van Delft (Hauptfach). Weitere Einflüsse erhielt er von Carsten Lohff, Robert Hill, Gerhart Darmstadt und Annegret Siedel. Er war als Kirchenmusiker in Kaltenkirchen und in Florø (Norwegen) tätig, bevor er 2015 zum Kreiskantor mit Sitz an der St. Cyprian- und Corneliuskirche in Ganderkesee berufen wurde, wo er die Arp Schnitger-Orgel von 1699 spielt. Als Cembalist konzertiert er in verschiedenen kammermusikalischen Besetzungen.

 

Der Eintritt zur Jubiläumsfeier und zu den Konzerten ist frei. Gerne kann die Einrichtung durch eine Spende unterstützt werden.

 

Orgelexkursion "Romantisches Abendliedersingen"

Esklum: G.S. Janssen-Orgel Foto: W.D.
Driever: Gebr. Rohlfing-Orgel Foto: W.D.
Grotegaste: Furtwängler & Hammer - Orgel (Prospekt G.S. Janssen) Foto: W.D.

 

Freitag, 31. August 2018   

19:30 Uhr - 22:30 Uhr

Romantisches Abendliedersingen am Emsdeich  

individuelle Anreise | Fahrgemeinschaften

 

Abendliche Einkehr in den beschaulichen Dorfkirchen von

Esklum, Driever und Grotegaste zum gemeinsamen Hören auf romantische Orgelmusik und zum Abendliedersingen in Verbindung mit liturgischen Nachtgedanken

 

Unter dem Titel "Romantisches Abendliedersingen am Emsdeich" wird zu drei Andachten mit romantischer Orgelmusik und gemeinsam gesungenen Abendliedern eingeladen. In den kleinen Dorfkirchen, die sich an diesem Abend mit gleichgesinnten Menschen füllen, entfaltet das gemeinsame Singen der Abendlieder eine große Kraft. 

 

Die Orgeln von Esklum, Driever und Grotegaste bilden zusammen die „Straße der Orgelromantik am Emsdeich“. In den Jahren 2005 (Grotegaste), 2006 (Driever) und 2008/2016 (Esklum) wurden die Orgeln durch Bartelt Immer restauriert. Die Rohlfing-Orgel in Driever und die Furtwängler & Hammer-Orgel von Grotegaste sind weitestgehend original erhalten und repräsentieren ein romantisches Klangbild, das vereinzelt über auswärtige Orgelbauer in Ostfriesland Einzug gehalten hat. Die Orgel von Esklum wurde nach einer tiefgreifenden Veränderung im frühen 20. Jahrhundert von Bartelt Immer wieder  soweit wie möglich auf ihren Ursprungszustand zurückgebracht. Hier waren glücklicherweise die originale Windlade und die kleineren Prospektpfeifen original erhalten geblieben. 

 

In der Reihe dieser drei Stationen wird beim Singen erlebbar, wie der Klang der Orgeln von Mal zu Mal voller und tragender, eben „romantischer“ wird. An die letzte Andacht in Grotegaste schließt sich ein kleiner Umtrunk mit Gelegenheit zum geselligen Austausch an.

 

Esklum  Ev.-ref. Kirche

1855 | 1936 | 2008 | 2015/16    8/I/P

Gerd Sieben Janssen - Orgel von 1855

2008 | 2015/16 rekonstruiert von Bartelt Immer 

 

Driever  Ev.-ref. Kirche

Gebrüder Rohlfing - Orgel von 1885  

restauriert durch Bartelt Immer (I/10/P)

 

Grotegaste  Ev.-ref. Kirche

1854 (Prospekt) |1919     12/II/P

Gerd Sieben Janssen  /  Furtwängler & Hammer - Orgel

von 1854 (Prospekt) und 1919 (Orgelwerk)

restauriert durch Bartelt Immer

 

Orgel: LKMD Winfried Dahlke

Liturgen: Pastor Busemann-Disselhoff, Pastor Edzard Herlyn

Cantus Canum (Projektchor der Evangelisch-reformierten Kirche) Leitung: Edzard Herlyn

 

Teilnahmebeitrag frei / Spende erbeten

 

 

 

 

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Sonntag, 19. August 2018, 17.00 Uhr Ev.-ref. Kirche in Rorichum

 

Orgelmusik aus Klassik und Romantik

 

Chor "Querbeet", Leitung: Petra Onnen

 

An der Rohlfs- Orgel von 1869:

Darija Schneiderova und Winfried Dahlke, Weener

 

 

Die ev.- ref. Kirchengemeinde Rorichum lädt ein zu einem Orgel- und Chorkonzert. Am Sonntag, den 19. August werden  ab 17.00 Uhr in der mittelalterlichen Kirche Kompositionen zu vier Händen von Georg Friedrich Händel, Samuel Wesley, Felix Mendelssohn- Bartholdy an der Rohlfs- Orgel von 1869  von Darija Schneiderova und Winfried Dahlke dargeboten. Bereichert wird das Konzert durch den Auftritt des Chores "Querbeet" unter der Leitung von Petra Onnen.

Die Restaurierung der Rohlfs- Orgel durch die Orgelbaufirma Ahrend wurde Anfang des Jahres abgeschlossen. Das Instrument erklingt wieder in alter Schönheit.

Der Eintritt ist frei, um eine Spende wird gebeten.

 

Darija Schneiderova, gebürtig aus St. Petersburg, erhielt ab dem 7. Lebensjahr in ihrer Heimatstadt eine umfassende musikalische Ausbildung an der Musikschule (Hauptfach Klavier, nach drei Jahren zusätzlich Orgel). Nach vier Studienjahren am Musikcollege Rimsky Korsakov (Orgel bei Y. Semjonow) setzte sie ihre Studien an der Russischen Gnessin Musikakademie Moskau bei A. Fiseisky und seit 2016 an der Hochschule für Künste Bremen in den Fächern Orgel, Klavier und Cembalo fort. Sie unterrichtet Orgel und ist Organistin an St. Marien in Leer.

 

Winfried Dahlke studierte Theologie in Göttingen und Kirchenmusik an der Hochschule für Künste Bremen bei T. Benfer, G. Berger, H. Vogel und H.-O. Ericsson  (A-Examen, Zusatzstudium Orgel). Seit 1996 war er Kantor in Sottrum und Orgelrevisor für Teile des Elbe-Weser-Dreiecks. Seit 2002 arbeitet er in Ostfriesland für die Orgelkultur als Landeskirchenmusikdirektor der Ev.-ref. Kirche, Direktor des Organeums in Weener, Orgelrevisor für den Ev.-luth. Sprengel Ostfriesland-Ems und Organist an der Großen reformierten Kirche in Leer.

Böhmerwold J.G. Rohlfs 1828
Wymeer J. Diepenbrock 1888
Weenermoor Gebr. Rohlfing 1905

Sa, 28.07.   9.00 bis 18.00 Uhr

Orgel-Romantik im Rheiderland


Orgelexkursion per Bus ab Aurich (VHS), bzw. Weener (Organeum) nach Böhmerwold, Holtgaste, Oldendorp, Vellage, Wymeer und Weenermoor.   

Am Samstag, dem 28. Juli lädt das Organeum in Weener von 9.00 bis 18.00 Uhr zur Orgelexkursionen „Orgelromantik im Rheiderland“ ein. Ein Zustieg an der VHS Aurich ist bereits um 8.00 Uhr möglich. Abschließend kehrt der Bus gegen 19.00 Uhr dorthin zurück.

 

Den Auftakt der Orgelreise bildet die anmutige Orgel von Johann Gottfried Rohlfs (1828) in Böhmerwold. Zwei spätere Werke der folgenden Generation, der Gebrüder Rohlfs, haben sich in Holtgaste (1865) und Oldendorp (1870) erhalten. Nach der Mittagspause im Organeum folgen dann die Rohlfing-Orgel in Vellage (1885) und die Diepenbrock-Orgel in Wymeer (1888). Hier eröffnet sich der romantische Orgelklang mit der besonderen Tonfülle der Instrumente. Mit der Kegelladen-Orgel in Wymeer und der pneumatischen Orgel in Weenermoor (1905) sind hier im Orgelbau auch konstruktiv neue Wege beschritten worden, die heute wieder historisch sind.

 

In Ostfriesland hat sich die Handwerkstradition im Orgelbau im 19. Jahrhundert nur wenig von den barocken Vorbildern gelöst. Die Orgelbauerfamilie Rohlfs knüpfte an die Tradition der Werkstatt Müller an und schuf Orgeln mit einem feinen Klangbild. Der Einfluss anderer Regionen brachte die romantische Klangfülle erst in den Werken Johann Diepenbrocks (Norden) und der Gebrüder Rohlfing (Osnabrück) nach Ostfriesland. Diese Entwicklung wird auf der Orgelreise am 28. Juli in sechs Orgelwerken erlebbar!

 

LKMD Winfried Dahlke erläutert die stilistischen Besonderheiten der Orgeln, stellt die Klangfarben vor und lässt die Instrumente mit ausgewählten Musikbeispielen konzertant erklingen.

 

Der Kostenbeitrag für die Orgelexkursionen mit dem Bus beträgt pro Person: 34,-€,

und für Schüler und Studenten: 15,- €. Kinder unter 14 Jahren fahren kostenfrei mit.

Auf Wunsch zuzüglich Mittagessen im Organeum

Anmeldung und  Information:

ORGANEUM: Tel. 049 51 / 91 22 03

 

 

26. Internationaler Leeraner Orgelsommer 2018: Abschlusskonzert

 

Am Donnerstag, dem 2. August wird um 20.00 Uhr zum Abschlusskonzert des 26. Internationalen Leeraner Orgelsommers in die katholische Kirche St. Marien Loga (Ecke Saarstraße / Bavinkstraße) eingeladen.

 

Unter dem Motto „Von der Lebensfreude“ gestaltet Peter Waldner (Innsbruck) an der Ahrend & Brunzema-Orgel einen vielversprechenden musikalischen Streifzug durch die europäische Orgelmusik der Spätrenaissance und des Barock. Auf dem Programm stehen Werke altenglischer Anonymi, von John Bull, Christian Erbach, S.A. de Heredia, J. Ximénes (Battaglia), J.P. Sweelinck (Echo-Fantasia), H. Scheidemann, S. Scheidt (Dowland-Variationen), G. Böhm und D. Buxtehude (Praeludium g-Moll BuxWV 149).

 

Peter Waldner, der in diesem Jahr bereits mit seinem Gastspiel beim Krummhörner Orgelfrühling begeisterte, studierte Musikwissenschaft und Germanistik in Innsbruck sowie Cembalo, Orgel und Klavier am Tiroler Landeskonservatorium bei R. Jaud und B. Noev. 1992 bis 1995 spezialisierte er sich in Holland, Frankreich und der Schweiz auf Alte Musik und historische Instrumente bei G. Leonhardt, W. Christie, H. van Nieuwkoop, K. van Houten und Jean-Claude Zehnder. Seit 1988 ist er Organist der Pfarre Mariahilf in Innsbruck. Er unterrichtet Cembalo, Orgel und Generalbass am Tiroler Landeskonservatorium und am Mozarteum in Innsbruck. Konzerte auf Orgel, Cembalo, Clavichord und Fortepiano führten ihn in die wichtigsten Länder Europas. Seit vielen Jahren arbeitet er vor allem an Bachs Orgel- und Cembalowerk, das er in einem groß angelegten Zyklus zu neuem Leben erweckt.

 

Der Eintritt zu den Konzerten des 26. Internationalen Orgelsommers ist frei. Am Ausgang wird um eine Spende für die Ausrichtung der Konzerte gebeten.

 

 

Am Donnerstag, dem 26. Juli findet der 26. Internationale Leeraner Orgelsommer seine Fortsetzung in der katholischen Kirche St. Marien Loga (Ecke Saarstraße / Bavinkstraße). Dort lauschten vergangene Woche rund 180 Zuhörer in der vollbesetzten Kirche dem Konzert von Wolfgang Zerer und ließen sich von den Klängen der Ahrend & Brunzema-Orgel verzaubern.

 

Unter dem Titel „Sommerliche Orgelmusik“ gestaltet Vincent van Laar (Eelde, NL) ein vielversprechendes Programm mit wunderbaren musikalischen Raritäten von Tielman Susato, Henry Purcell, Georg Friedrich Händel und Johann Sebastian Bach. In munteren Tänzen von Tielman Susato spielen die herrlichen Zungenregister und Flöten der Ahrend & Brunzema-Orgel wie ein prächtiges Renaissance-Orchester auf. Von Henry Purcell erklingen ein Variationswerk über einem Bass und das fantastisches Voluntary für zweimanualige Orgel. Von G. Fr. Händel kommt das Konzert B-Dur zur Aufführung. Den Abschluss des Konzertes bilden spielfreudige Werke von J.S. Bach, darunter die Fuge h-Moll, die Triosonate Nr. 6 G-Dur, eine Sinfonietta aus den Bach-Kantaten und das frühe Präludium a-Moll BWV 551.

                                       

Vincent van Laar tritt regelmäßig als Organist, Cembalist und Continuo-Spieler auf. Die Musik Bachs und das Norddeutsche Repertoire des 17. Jh. sind seine Leidenschaft. Vincent van Laar studierte Orgel und Cembalo in Utrecht und Den Haag (Solistendiplome für Orgel und Cembalo 1984 und 1988). Seine Lehrer waren u.a. Nico van den Hooven, H. Vogel, Glen Wilson und Bob van Asperen. Er war Preisträger in Zeerijp (1981), Toulouse (1983) und Alkmaar (1991). Er spielte an bedeutenden Orgeln Werke von Lustig, Schildt, Bruhns, Reincken und Bach ein. Die Gesamtaufnahme der Orgel- und Cembalomusik von J.P. Sweelinck wurde 2003 mit einem Edison –Preis ausgezeichnet. Er spielt als fester Cembalist und Organist im Barockorchester Concerto d’Amsterdam.

 

 

Der Eintritt zu den Konzerten des 26. Internationalen Orgelsommers ist frei. Am Ausgang wird um eine Spende für die Ausrichtung der Konzerte gebeten.

26. Internationaler Leeraner Orgelsommer 2018

 

Am Donnerstag, dem 19. Juli findet der 26. Internationale Leeraner Orgelsommer seine Fortsetzung in der katholischen Kirche St. Marien Loga (Ecke Saarstraße / Bavinkstraße).

 

 

Unter dem Titel „Panorama einer einzigartigen Orgel“ gestaltet Wolfgang Zerer (Hamburg) das Auftaktkonzert zur 2. Hälfte des Orgelsommers und entfaltet zur Vorstellung der Ahrend & Brunzema-Orgel. Darin erklingen der farbenreiche „Stylus phantasticus“ in Buxtehudes d-Moll-Toccata und Lübecks Fantasie „Ich ruf zu dir Herr Jesu Christ“, die feine Polyphonie in Bachs Triosonate Es-Dur, der festliche französische Barock in Clérambaults 2. Suite, die zarte Frühromantik in Mendelssohn Bartholdys Thema und Variationen und der junge Bach in der Fuge c-Moll BWV 575.

                                       

Wolfgang Zerer (*1961 in Passau) zählt zu den begnadetsten Organisten unser Zeit. Er lernte Orgel bei Domorganist Walther Schuster. Ab 1980 studierte er Kirchenmusik in Wien (Orgel bei M. Radulescu, Cembalo bei G. Murray und weiter Cembalo bei T. Koopman und Orgel bei L. Lohmann. Zerer war Preisträger mehrerer Orgelwettbewerbe. Nach Lehraufträgen in Stuttgart und Wien wurde er mit 28 Jahren Professor in Hamburg. Seit 1995 ist er Gastdozent in Groningen und seit 2006 Dozent an der Schola Cantorum in Basel. Konzerte, Kurse, Jurytätigkeit und Aufnahmen führten ihn in die meisten Länder Europas, nach Israel, Nord- und Südamerika, Japan und Südkorea.

 

 

 

KULTURNACHT DER KIRCHEN

Freitag, 22. Juni 19.30 - 20.15 Uhr

Leer Große Reformierte Kirche - Eintritt frei
Konzert im Rahmen der Kulturnacht der Kirchen

Triosonaten von Johann Gottfried Stölzel neu entdeckt
Hajo Wienroth – Traversflöte, Marie Wienroth – Violine, Traversflöte, Winfried Dahlke – Cembalo spielen zum Auftakt der Kulturnacht in der Großen Reformierten Kirche bisher unveröffentlichte Triosonaten des Bach-Zeitgenossen Gottfried Heinrich Stölzel.

Vogelsänger in Weener 3.6. 17.00 Uhr

Am Sonntag, dem 3. Juni wird um 17.00 Uhr zum Sonntagskonzert mit Joachim Vogelsänger in die Georgskirche Weener eingeladen. Der Lüneburger Kirchenmusikdirektor bringt an der Schnitger-Wenthin - Orgel Werke von Vincent Lübeck, J.S. Bach, J. P. Sweelinck, Georg Böhm und Georg Muffat zu Gehör.

Als Organist an der historischen Orgel der Lüneburger St. Johanniskirche ist Joachim Vogelsänger einer der Nachfolger Georg Böhms. Dieser ließ in seiner Amtszeit die berühmte niederländische Niehoff - Renaissance-Orgel durch Dropa zur prächtigen Barock-Orgel ausbauen. Von dieser Geschichte ist auch das Programm inspiriert, das Vogelsänger in Weener spielen wird.

Für die niederländische Renaissance steht die Fantasia cromatica von J.P. Sweelinck. Der norddeutsche Barock mit seiner hochentwickelten Pedaltechnik kommt in V. Lübecks Präludium g-Moll zum Klingen. Georg Böhm brachte in den Variationen über "Freu dich sehr, o meine Seele" die Gattung der Choralpartita zur schönsten Blüte. Darin hatte er Einfluss auf den jungen J.S. Bach, wie es in dessen ergreifender Choralvariation über "Sei gegrüßet, Jesu gütig" zu hören sein wird. Abschließend erklingt die 7. Toccata von Georg Muffat. In dessen Musik fließen italienische, französische und süddeutsche Elemente ineinander. Diese Toccata erinnert daran, dass die Schnitger-Orgel 1710 noch nicht mit einem freien Pedalwerk ausgestattet war.

 

Joachim Vogelsänger wurde in Soest geboren. Er studierte Kirchenmusik und Cembalo in Köln, Kapellmeister in Detmold sowie Orgel in Wien. Maßgeblich beeinflussten ihn seine Orgellehrer Viktor Scholz, Martin Lücker und Michael Radulescu. 1983-2002 war er Kantor der Kreuzkirche und Johanneskirche in Düsseldorf, seit September2002 ist er Kantor an St. Johannis in Lüneburg und Kirchenmusikdirektor im Sprengel Lüneburg.

Für den Organisten Joachim Vogelsänger steht natürlich die historische Orgel in St. Johannis Lüneburg im Mittelpunkt. Doch auch die Musik des 19. und 20. Jahrhunderts sowie Improvisationen gehören zu seinem Repertoire.
Dafür initiierte Vogelsänger den Bau einer symphonischen Chororgel (Kuhn 2010), die er auf der CD „Symphonische Impressionen“ porträtiert hat.

 

Der Eintritt zu den Sonntagskonzerten ist frei. Es wird am Ausgang um eine Spende für die Fortführung der Konzertreihe gebeten.

 

Sonntag, 27.Mai, 16.00 Uhr

Kooperationskonzert in der Magnuskerk Bellingwolde (NL)

Reichtum der Klänge | Konzert an der Schnitger & Freytag-Orgel Bellingwolde

 

 

Auf dem Programm stehen Werke der Renaissance, des Barock, der Klassik und der frühen Romantik

 

LKMD Winfried Dahlke und Darija Schneiderova spielen auf der Schnitger & Freytag-Orgel von 1797 Werke von A. van den Kerckhoven, altitalienischen Komponisten, Georg Böhm, J.S. Bach und Felix Mendelssohn Bartholdy.

Die Schnitger & Freytag – Orgel von 1797 zählt zu den besterhaltenen Denkmalorgeln der Ems-Dollart-Region. Die Intensität der Einzelstimmen, die Reinheit des Stimmungssystems und der große Tonumfang verleihen ihr Eigenschaften, die Musik des 17. bis 19. Jahrhunderts eine jeweils große Ausdruckskraft verleiht.

 

Dies wollen Winfried Dahlke und Darija Schneiderova in ihrem Programm in einer vielfältigen Musikauswahl zeigen. Die Musik des 17. Jahrhunderts ist in niederländischen Fantasien von Abraham van den Kerckhoven vertreten, die sehr gut zu dem Konzept der Orgel passen. Italienische Sonaten des 17. Jahrhunderts aus der Sammlung von Guilio Cesare Arresti geben wundervolle Beispiele für die polyphone Kompositionskunst.

 

Werke von Georg Böhm und Dieterich Buxtehude (Praeludium d-Moll) vertreten die Übergangszeit zum 18. Jahrhundert, das außerdem durch die Toccata D-Dur und das Concerto G-Dur von Johann Sebastian Bach vertreten wird. Als Werke der Klassik und Frühromantik kommen Choralbearbeitungen von G.A. Homilius, Flötenuhrstücke von Ludwig van Beethoven und Praeludium und Fuge d-Moll von Mendelssohn Bartholdy zur Aufführung. In diesem Programm können alle Qualitäten der einzigartigen Orgel zur Geltung gebracht werden.

 

Die Konzerte in Bellingwolde erhalten ihre besondere Atmosphäre durch die überschaubare Größe der gotischen Magnuskerk und die Gastfreundschaft der Gemeinde, die in der Pause zu Tee- Kaffee und Kuchen einlädt.

 

Darija Schneiderova, gebürtig aus St. Petersburg, erhielt ab dem 7. Lebensjahr in ihrer Heimatstadt eine umfassende musikalische Ausbildung an der Musikschule (Hauptfach Klavier, nach drei Jahren zusätzlich Orgel). Nach vier Studienjahren am Musikcollege Rimsky Korsakov (Orgel bei Y. Semjonow) setzte sie ihre Studien an der Russischen Gnessin Musikakademie Moskau bei A. Fiseisky und seit 2016 an der Hochschule für Künste Bremen in den Fächern Orgel, Klavier und Cembalo fort. Sie unterrichtet Orgel und ist Organistin an St. Marien in Leer.

 

Winfried Dahlke studierte Theologie in Göttingen und Kirchenmusik an der Hochschule für Künste Bremen bei T. Benfer, G. Berger, H. Vogel und H.-O. Ericsson  (A-Examen, Zusatzstudium Orgel). Seit 1996 war er Kantor in Sottrum und Orgelrevisor für Teile des Elbe-Weser-Dreiecks. Seit 2002 arbeitet er in Ostfriesland für die Orgelkultur als Landeskirchenmusikdirektor der Ev.-ref. Kirche, Direktor des Organeums in Weener, Orgelrevisor für den Ev.-luth. Sprengel Ostfriesland-Ems und Organist an der Großen reformierten Kirche in Leer.

 

Der Eintritt zu dem Konzert beträgt 7,-€ inklusive einer Tee- und Kaffeepause in der Konzertmitte. Die Eintrittseinnahmen kommen der Konzertkommission Bellingwolde zugute.

 

 

Jemgum William Walker 1844
Bellingwolde Schnitger&Freytag 1797
Rhede F. Cimino (?) 1755
Stapelmoor Replik nach Clicquot 1734

 

Die Orgeln der Europäischen Orgelstraße

Orgelexkursion nach Bellingwolde, Rhede, Stapelmoor und Jemgum                   

Am Samstag, dem 19. Mai lädt das Organeum in Weener von 9.00 bis 17.00 Uhr zur Orgelexkursionen „auf der Europäischen Orgelstraße“ nach Jemgum, Bellingwolde, Rhede und Stapelmoor ein.

 

Passend zum Pfingstfest erklingen die Orgeln in verschiedenen Sprachen und Zungen: die englische Orgel der Frühromantik in Jemgum, die deutsch-niederländische Orgel des Spätbarock in Bellingwolde, die original italienische Barockorgel in Rhede und die Replik einer französischen Barockorgel in Stapelmoor.

 

Zu Beginn erklingt die frühromantische englische William Walker-Orgel in der reformierten Kirche zu Jemgum. Helle Flöten, farbige Terzmixturen und festliche Zungen vereinen sich zu einer universellen, klassischen Orgel.

 

Die Schnitger & Freytag-Orgel im niederländischen Bellingwolde begeistert mit großem Farbenreichtum und sängerischer Intensität. Sie zählt zu den besterhaltenen Denkmalorgeln der Ems-Dollart-Region.

 

Die alte Nikolauskirche zu Rhede ist ein idealer Klangraum für die italienische Orgel. In der großen Akustik entfaltet sie mit ihrer reinen Stimmung, klaren Höhen und sanften Bässen ihre transparente Expressivität.  

 

Begeisternd ist die Replik einer französischen Barockorgel in der Kreuzkirche Stapelmoor. Nach der Kirchenrenovierung wurde sie von ihren Erbauern technisch und klanglich verfeinert und spielt mit neuer Frische auf.

 

LKMD Winfried Dahlke erläutert die stilistischen Besonderheiten der Orgeln, stellt die Klangfarben vor und lässt die Orgeln mit ausgewählten Musikbeispielen konzertant erklingen. Ausdrucksvolle Musik der englischen Romantik, farbenreiche Musik des niederländischen Frühbarock, polyphone italienische Sonaten und der Reichtum französisch-barocker Tonsprache bis hin zum Spiel auf vier Klangebenen im Quattuor von Louis Marchand lassen die Orgelreise musikalisch zu einem besonderen Erlebnis werden.

 

Bei einer genügenden Teilnehmerzahl ist geplant, den Bus bereits in Aurich starten und dorthin zurückkehren zu lassen. Der Kostenbeitrag für die Busreise ab Organeum Weener beträgt pro Person 34,- Euro und für Schüler und Studenten ermäßigt 15,- Euro, auf Wunsch zuzüglich Mittagessen.

 

Anmeldung und Information im Organeum: Tel. 04951 / 91 22 03

 

Sonntagskonzert Weener 6.5. 17.00 Uhr

Höhepunkte der barocken Orgelkunst

 

Am Sonntag, dem 6. Mai wird um 17.00 Uhr zum nächsten Orgelkonzert an der Arp Schnitger-Orgel in die Georgskirche Weener eingeladen. Thiemo Jannsen (Norden) gestaltet das Konzert mit berühmten Werken von Georg Böhm, Dieterich Buxtehude und Johann Sebastian Bach.  

 

Zur Eröffnung erklingt das Präludium d-Moll von Georg Böhm. Es ist ein Musterbeispiel für die abwechslungsreiche fünfteilige norddeutsche Form einer Toccata. Als nächstes bringt Janssen die Triosonate d-Moll von J.S. Bach zu Gehör. Bachs liebliche und virtuose Triosonaten zählen zur höchsten Kunstform des Orgelspiels. Im Zentrum des Programms steht Buxtehudes pfingstliche Choralbearbeitung über „Komm, Heiliger Geist, Herre Gott“, ein Werk von beispielhafter Harmonie und Schönheit. Sie wird durch die innigen Choralvariationen von Böhm und Bach über den Choral „Wer nur den lieben Gott lässt walten“ eingerahmt. Zum festlichen Ausklang kommt die von Feuer und Lebendigkeit durchpulste C-Dur-Toccata von J.S. Bach zur Aufführung.

 

Thiemo Janssen stammt aus Freiburg und studierte in Hannover, Lyon und Hamburg Kirchenmusik, Musiktheorie, Cembalo und Orgel, u. a. bei Ulrich Bremsteller, Louis Robilliard und Wolfgang Zerer, bei dem er das Konzertexamen absolvierte. Durch Harald Vogel lernte er die norddeutsche Orgellandschaft kennen.

Von 1995-2000 war Janssen Kantor und Organist an der Woehl-Orgel in St. Nikolaus in Friedrichshafen am Bodensee, wo er die "Internationale Orgelakademie Bodensee" leitete und eine breite Chorarbeit betreute.

Seit 2000 ist er gemeinsam mit seiner Frau Agnes Luchterhandt Organist an der weltberühmten Arp-Schnitger-Orgel der Ludgerikirche in Norden. Bis 2006 unterrichtete er Orgel an der Hamburger Musikhochschule.

Thiemo Janssen konzertierte an bedeutenden Orgeln in Europa, Japan, Korea, den USA und Australien, wobei ihm neben der Alten Musik auch die deutsche und französische Orgelsymphonik am Herzen liegt. 2016 war er zu einer Tournée nach Tokio, Osaka und Nagasaki eingeladen, wo er eine Kopie der Uttumer Renaissance-Orgel einweihen durfte. 2017 wurde Thiemo Janssen erstmals zu Kursen und Konzerten nach Seoul eingeladen.

Mehrere Rundfunk- und CD-Aufnahmen dokumentieren sein vielseitiges Repertoire. Für seine erste in Norden zusammen mit Agnes Luchterhandt aufgenommene CD wurde er mit dem "Preis der deutschen Schallplattenkritik" ausgezeichnet.

 

Der Eintritt zu den Sonntagskonzerten ist frei. Es wird am Ausgang um eine Spende für die Fortführung der Konzertreihe gebeten.

Sonntag, 22. April 17.00 Uhr Leer / St. Marien

Orgelkonzert an der Ahrend & Brunzema-Orgel von 1959   Eintritt frei

Christian Meyer, Leer spielt Werke von Buxtehude, Bach, Mendelssohn- Bartholdy, Alain u.a.

 

Sonntag, 29. April 16.00 Uhr Oldersum Kath. Kirche / Ev.ref. Kirche

Eintritt frei – Spende am Ausgang

Wandelkonzert mit Theo Jellema (Leeuwarden): G. Muffat, J. Speth, J.S. Bach u.a.

 

Sonntag, 29. April 19.30 Uhr     Logabirum Ev.-luth. Kirche

Eintritt 15.-€, erm. 12.-€
Barocknacht mit virtuosen Triosonaten von G.Ph. Telemann, J.A. Hasse und H.Ph. Johnsen

Hajo Wienroth - Traversflöte Arwen Bouw - Violine Ute Schildt – (Laute) Winfried Dahlke – Cembalo

 

Sonntag, 8. April 2018 Ev.-ref. Kirche Rorichum

 

Orgelfest zur Indienstnahme der restaurierten Gebrüder Rohlfs-Orgel von 1869

 

Am Sonntag, dem 8. April wird um 15.00 Uhr zum Festgottesdienst aus Anlass der Restaurierung der Gebrüder Rohlfs-Orgel in die Ev.-ref. Kirche zu Rorichum (Landkreis Leer) eingeladen.

Es predigt Pastor Michael Weber. LKMD Winfried Dahlke spielt die Orgel. Anschließend wird zu einem kleinen Empfang und zu einem Orgelkonzert eingeladen.

Im Konzert lässt LKMD Winfried Dahlke die Orgel mit Werken von Johann Sebastian Bach, Justin Heinrich Knecht, Ludwig van Beethoven, Felix Mendelssohn Bartholdy, Josef Gabriel Rheinberger und Willy Burghardt erklingen. Das Konzert wird durch den Chor „Querbeet Rorichum“ unter Leitung von Petra Onnen mitgestaltet.

 

Mit der Restaurierung der Gebrüder Rohlfs-Orgel von 1869 durch die Orgelbauwerkstatt Ahrend ist es in Rorichum möglich gewesen, dem Denkmalwert der Orgel entsprechend eine Restaurierung auf höchstem Niveau und in umfassender Genauigkeit durchzuführen.

In der Ästhetik ihrer Werke haben die ostfriesischen Orgelbauer im 19. Jahrhundert einen eigenständigen Weg beschritten, der sich klanglich und architektonisch als Verfeinerung bezeichnen lässt. Damit haben sie sich dem damaligen Trend zur Verbreiterung und Vermehrung der Tonfülle ferngehalten. Das Klangideal der ostfriesischen Orgelbauer des 19. Jahrhunderts kommt auch dem Klangempfinden unserer Zeit nahe: die Eigenschaften Helligkeit, Fülle und Milde stehen einem ausgewogenen Verhältnis zueinander.

 

Entsprechend vielseitig und durchlässig können die Instrumente auch verwendet werden. Auf ihnen kann auch die alte Musik ohne starke Verfremdung wiedergeben werden. Orgelmusik der Klassik und der frühen Romantik entfaltet sich auf ihnen ebenso schön wie kleinere Spielstücke und Choralbearbeitungen der klassischen Moderne.

Arp Schnitger-Orgel Weener: Festkonzert zu Ostersonntag

 

Am Ostersonntag, dem 1. April wird um 17.00 Uhr zum Orgelkonzert an der Arp Schnitger-Orgel in die Georgskirche Weener eingeladen. Eckhart Kuper (Hannover) gestaltet unter dem Titel „Surrexit pastor bonus – Der gute Hirte ist auferstanden“ ein Konzert mit Werken von J.L. Krebs, H. Scheidemann, J.S. Bach und eigenen Improvisationen.

 

Zur Eröffnung erklingen die Fantasie und Fuge F-Dur von J.L. Krebs. Eine Improvisation über den Osterchoral „Christ lag in Todesbanden“ leitet über zu zwei österlichen Motettenkolorierungen von H. Scheidemann über „Dic nobis Maria“ und „Surrexit Pastor bonus“. Die folgenden Stücke sind von ausgesprochen lebhaftem und fröhlichem Charakter: Von J.S. Bach erklingt die Orgeltranskription des Konzertes G-Dur von J.E. Prinz von Sachsen-Weimar, dem ein elegantes Trio von J.L. Krebs folgt. Eine Choralimprovisation leitet zum abschließenden Festpräludium D-Dur von J.S. Bach über, in dessen Fuge die österliche Freude ausgelassen zum Ausdruck kommt.

Eckhart Kuper studierte in Hannover Kirchenmusik und Komposition, anschließend Konzertfach Orgel bei Hans van Nieuwkoop am Sweelinck-Conservatorium Amsterdam und abschließend Cembalo (Konzertexamen) bei Lajos Rovatkay in Hannover. Er ist Lehrbeauftragter für Historische Tasteninstrumente in Leipzig sowie für Cembalocontinuo in Hannover und für Cembalo in Herford. Bis Sommer 2005 war er außerdem als Orgeldozent in Bremen tätig.

An Cembalo und Orgel wie auch an Clavichord und Hammerflügel konzertiert er als Solist, in Ensembles für Alte Musik (u. a. „La Ricordanza“ und „Leipziger Concert“) und mit verschiedenen Orchestern (u. a. „L’Arco“). Sein besonderes Interesse gilt den historischen Tasteninstrumenten, ihrer Spielart und ihren Klangeigenschaften. Er forscht und experimentiert auf diesem Gebiet vor allem in Bezug auf das Cembalo.  

 

Der Eintritt zu den Sonntagskonzerten ist frei. Es wird am Ausgang um eine Spende für die Fortführung der Konzertreihe gebeten

Orgel und Kammermusik zum Sonntagskonzert am 4. März

 

Am Sonntag, dem 4. März wird um 17.00 Uhr zum nächsten Sonntagskonzert an der Arp Schnitger-Orgel in die Georgskirche Weener eingeladen. Agnes Luchterhandt, Organistin an der Arp Schnitger-Orgel in Norden, gestaltet ein Programm mit Werken von Dieterich Buxtehude, William Byrd und Nikolaus Bruhns. In der Mitte des Programms wird sie mit ihrem Sohn Cedrik Janssen drei Kammermusikwerke für Blockflöte und Cembalo zur Aufführung bringen, die Teil des diesjährigen Wettbewerbsprogramms von „Jugend musiziert“ sind.

 

Sie eröffnet das Programm mit Buxtehudes selten aufgeführtem Praeludium g-Moll BuxWV 148, das sich wirkungsvoll in eine abschließende Ciacona steigert. Nach diesem kraftvollen Auftakt lässt Agnes Luchterhandt mit der Passacaglia d-Moll und Choralbearbeitungen über „Ach Gott und Herr“ und „Von Gott will ich nicht lassen“ innige Kompositionen erklingen, die musikalisch auf die Passionszeit Bezug nehmen.

Ein großes weltliches Variationswerk von William Byrd leitet dann zum Kammermusikteil über, der ebenfalls mit Variationen aus dem 16. Jahrhundert über die berühmte Melodie „Greensleeves“ beginnt. Die zeitgenössische Komposition „Nachtvögel“ erklingt anschließend als Solostück für Altblockflöte, an welche sich drei Kammermusiksätze von G. Ph. Telemann anschließen. Zum Abschluss lässt Agnes Luchterhandt die Schnitger-Orgel mit dem glanzvollen G-Dur-Präludium von Nikolaus Bruhns noch einmal festlich aufspielen.

 

Agnes Luchterhandt wuchs in einer Musiker-Familie in Detmold auf. Sie studierte Kirchenmusik in Hannover bei Harald Vogel, Heinz Hennig und Ulrich Bremsteller. Entscheidende Impulse erhielt sie durch Wolfgang Zerer, bei dem sie nach dem A-Examen das holländische Konzertexamen an der Hansehochschule Groningen absolvierte. Seit 1999 ist sie Organistin an der weltberühmten Arp-Schnitger-Orgel der Ludgerikirche Norden und künstlerische Leiterin der dortigen Sommerkonzertreihe. Seit 2001 teilt sie sich die Stelle mit ihrem Ehemann Thiemo Janssen. Für ihre erste CD erhielt sie 2006 den "Preis der deutschen Schallplattenkritik".  

 

Cedric Janssen wurde 2005 in Emden geboren und besucht das Ulrichsgymnasium in Norden. Seit 2013 hat er Blockflötenunterricht, zunächst bei Anne-Marthe Rewerts und derzeit bei Rahel Bach-Tischer an der Kreismusikschule in Norden. Beim Regionalwettbewerb Jugend Musiziert im Januar wurde er mit einem ersten Preis ausgezeichnet.

 

Der Eintritt zu den Sonntagskonzerten ist frei. Es wird am Ausgang um eine Spende für die Fortführung der Konzertreihe gebeten.

Sonntagskonzert Februar 2018

 

 

Sonntag, 4. Februar 2018

17.00 Uhr Weener | Georgskirche     

Sonntagskonzert an der Arp Schnitger / Wenthin-Orgel

Eintritt frei – Spenden erbeten

Anna Scholl (Lüdingworth / Altenbruch) lässt im Sonntagskonzert das klingende Juwel der Georgskirche Weener erklingen. In der traditionsreichsten ganzjährigen Konzertreihe Ostfrieslands spielt sie an der Arp Schnitger-Orgel von 1710.

 

 

„An Wasserflüssen Babylon“ – Musik am Übergang zwischen Weihnachten und Vorpassionszeit

 

Am Sonntag, dem 4. Februar wird um 17.00 Uhr zum nächsten Sonntagskonzert an der Arp Schnitger-Orgel in die Georgskirche Weener eingeladen.

Anna Scholl (Lüdingworth / Altenbruch) bringt Werke von Dieterich Buxtehude, Heinrich Scheidemann, Johann Adam Reincken und Johann Sebastian Bach zu Gehör. In ihrem Programm vereint Anna Scholl einige der schönsten Choralfantasien der Norddeutschen Schule. Die große F-Dur-Toccata von Buxtehude und das frühe C-Dur-Präludium von Bach bilden den festlichen Rahmen des Konzertes.

 

Anna Scholl, geboren 1990 in Göppingen, gehört zur jungen Generation von Organistinnen, die in ihrem Studium umfassend Erfahrungen mit der Spielweise historischer Orgeln gesammelt hat. Als Organistin in Lüdingworth und Altenbruch betreut sie zwei der wertvollsten Instrumente Norddeutschlands und konzipiert dort die künstlerische und musikvermittelnde Arbeit für die Stiftung.

 

Die Feierlichkeiten zum Arp Schnitger-Jubiläum 2019 nehmen in diesem Jahr bereits ihren Anlauf, so zum Beispiel mit der Feier seines 370. Geburtstages im Juli. Um die Schwelle zum Besuch der Konzerte barrierefrei zu halten, wird in diesen Jubiläumsjahren kein Eintritt zu den Sonntagskonzerten erhoben, sondern um eine Spende am Ausgang gebeten. Viele Menschen, gerade auch die, die sich musikalisch und anderweitig viel ehrenamtlich engagieren, haben oft nur wenig Geld zur Verfügung. Das Organeum erhofft sich, dass die Konzertreihe möglichst viele Zuhörer hinzugewinnt und dass die Reihe aus Spenden finanzierbar bleibt.

 

Zwanzig Minuten vor Beginn des Konzertes (um 16.40 Uhr) wird bereits zu einer kurzen Einführung eingeladen, in der Winfried Dahlke einzelne Werke vorstellt und Anna Scholl mit Klangbeispielen einen musikalischen Wegweiser zu besonderen Programmpunkten geben wird.

 

Mehr zum Programm:

 

Unter dem Titel „An Wasserflüssen Babylon“ – Musik am Übergang zwischen Weihnachten und Vorpassionszeit - bringt sie Werke von Dieterich Buxtehude, Heinrich Scheidemann, Johann Adam Reincken und Johann Sebastian Bach zu Gehör. In ihrem Programm vereint Anna Scholl einige der schönsten Choralfantasien, die sie mit zwei freien Kompositionen festlich umrahmt.

 

 

Den Auftakt bildet die große F-Dur-Toccata von Buxtehude, die in ihrer vielgliedrigen und kontrastreichen Anlage einer inhaltlichen Programmatik folgt. Danach lässt Anna Scholl von Buxtehude die innige Choralfantasie über „Ich ruf zu dir, Herr Jesu Christ“ erklingen. Im Zentrum des Programmes kommt die Chormotette „Dic nobis Maria“ nach Giovanni Bassano in einer kunstvollen Auszierung von H. Scheidemann zur Aufführung. Dann folgt von J.A. Reincken die seltene Aufführung der größten aller Choralfantasien, die dem Programm auch den Titel verliehen hat: „An Wasserflüssen Babylon“. Das Programm klingt aus mit zwei Werken aus der Feder J.S. Bachs, der Reincken und Buxtehude als Vorbilder schätzte. Mit dem Leipziger Choral über „Allein Gott in der Höh sei Ehr“ (BWV 663) und dem frühen Präludium C-Dur BWV 566, das Bach vermutlich im Zusammenhang mit seiner Reise Dieterich Buxtehude verfasste, klingt das vielversprechende Konzert festlich aus.

 

 

Mehr zur Künstlerin:

 

Anna Scholl, deren besonderes Interesse als Organistin der Arbeit an und mit historischen Instrumenten, insbesondere der Musik Bachs und der norddeutschen Orgelschule, gilt, trat im Januar 2017 ihre Stelle als Organistin und Kirchenmusikerin in Altenbruch, Lüdingworth und Groden an.

Die junge Organistin und Cembalistin (geboren 1990 in Göppingen, Baden-Württemberg) studierte evangelische Kirchenmusik und Bachelor Orgel, zunächst an der Universität der Künste Berlin bei Prof. Paolo Crivellaro (Orgel) und Prof. Wolfgang Seifen (Improvisation), später an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart bei Prof. Jon Laukvik (Orgel), wo sie ihr Studium 2014 abschloss.
Dort begann sie außerdem ihr Cembalostudium bei Prof. Jörg Halubek (Cembalo und Generalbass/Ensembleleitung), das sie 2015 mit Bestnote abschloss.
Seit 2014 setzt sie ihr Studium bei Prof. Wolfgang Zerer fort, in dessen Orgelklasse an der Schola Cantorum Basiliensis sie im Juni 2016 den Masterstudiengang in Spezialisierter Musikalischer Performance Orgel mit Bestnote und Auszeichnung abschloss.
Auch mit dem Bereich Generalbass/Ensembleleitung setzte sie sich an der Schola Cantorum Basiliensis weitergehend auseinander und bekam wertvolle Impulse im Unterricht bei Prof. Jörg-Andreas Bötticher.
Sie war Stipendiatin der Musikakademie Basel.

Konzerte führten sie an Instrumente in Deutschland,Frankreich, der Schweiz, Österreich und Italien.
Sie war 2015 Finalistin beim Internationalen Buxtehude-Wettbewerb Lübeck und 2016 Preisträgerin des "Hans-Balmer-Preises".

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Festliches Doppelkonzert zum Neuen Jahr in Weener 7.1.2018 17.00 Uhr

 

Das Organeum in Weener lädt am Sonntag, dem 7. Januar 2018 um 17.00 Uhr zu einem Doppelkonzert zum Neuen Jahr mit LKMD Winfried Dahlke und Darija Schneiderova an der Arp Schnitger-Orgel in die Georgskirche Weener ein. Es wird die Musik aus J.S. Bachs großem Orgelbuch, dem „3. Teil der Clavierübung“ aufgeführt. In der Mitte wird zu einer Pause im Organeum bei alkoholfreiem Punsch und Gebäck eingeladen.

 

Im diesjährigen Neujahrskonzert lassen Winfried Dahlke und Daria Schneiderova die festlichen und kunstreichen Orgelwerke von Johann Sebastian Bach erklingen, die dieser im Jahre 1739 als Druck veröffentlichte. In dieser Sammlung sind die einzelnen Werke so geordnet, dass sie dem Ablauf eines Gottesdienstes entsprechen. Den festlichen Rahmen als Vor- und Nachspiel bilden das Präludium und die Fuge Es-Dur als freie Kompositionen ohne Melodievorlage. Dazwischen erklingen die liturgischen Stücke zum deutschen „Kyrie“ und „Gloria“ sowie die Lutherlieder zum Katechismus (Zehn Gebote, Glaube, Vater Unser, Taufe und Abendmahl) und zusätzlich zur Beichte. Wie in der Tradition der französischen „Livre d’Orgues“ komponierte Bach Bearbeitungen für Orgel mit Pedal (pedaliter) und für Instrumente ohne Pedal (manualiter). Außerdem fügte er vier freie Duette bei, die in der Tonsprache sehr zukunftsweisend sind. 

 

Die Kompositionen sind in ihrer Gesamtheit von besonderer Wirkung. Die Orgel ist in den verschiedensten Schattierungen zu hören: sie reichen von den zweistimmigen Duetten über die verschiedenen Choraltrios bis hin zur sechsstimmigen Choralfuge über „Aus tiefer Not“. Im Programm werden die 27 einzelnen Stücke mit kurzen Erläuterungen beschrieben. Das Neujahrskonzert gibt Gelegenheit zu dieser seltenen Gesamtaufführung, wobei zur Pause zwischen den knapp einstündigen Konzerten in das Organeum eingeladen wird.

 

Der Eintritt beträgt 10,-€ für Erwachsene, ermäßigt 7,-€ und kommt der Arbeit des Organeums zugute.

KALENDER
Events
Adventskonzert im ORGANEUM | 17.00 u. 20.00 Uhr Kammermusik von Johann Sebastian Bach Hajo Wienroth - Traversflöte, Arwen Bouw - Violine und Winfried Dahlke – Cembalo bringen vier kunstreiche Sonaten von Johann Sebastian Bach zu Gehör. Im Anschluss a...
Beginn: 13.12.2018 17:00 Uhr
Ende: 13.12.2018 18:30 Uhr
Adventskonzert im ORGANEUM | 17.00 u. 20.00 Uhr Kammermusik von Johann Sebastian Bach Hajo Wienroth - Traversflöte, Arwen Bouw - Violine und Winfried Dahlke – Cembalo bringen vier kunstreiche Sonaten von Johann Sebastian Bach zu Gehör. Im Anschluss a...
Beginn: 13.12.2018 20:00 Uhr
Ende: 13.12.2018 21:30 Uhr
Prof. Wolfgang Baumgratz konzertiert an der Ahrend & Brunzema- Orgel der katholischen St. Marienkirche. Auf dem Programm steht adventliche und weihnachtliche Orgelmusik von Johann Sebastian Bach, u.a. drei Choralvorspiele über den Choral "Nun komm de...
Beginn: 15.12.2018 17:00 Uhr
Ende: 15.12.2018 18:00 Uhr
Das berühmte Weihnachtsmärchen von Charles Dickens verschmilzt kleinen englischen Orgelstücken. Französische Noëls und gemeinsam gesungene Weihnachtslieder umrahmen nach Stapelmoorer Tradition das Geschehen.An der französischen Barockorgel: Reinalt K...
Beginn: 30.12.2018 19:00 Uhr
Ende: 30.12.2018 21:00 Uhr
Zum Neujahrskonzert lässt LKMD Winfried Dahlke fröhliche und selten aufgeführte Orgelwerke des Barock erklingen, die sich auf der Arp Schnitger-Orgel wunderbar entfalten und durch ihre „Neuheit“ die Ohren besonders erfreuen. Im Anschluss wird zu eine...
Beginn: 06.01.2019 17:00 Uhr
Ende: 06.01.2019 19:00 Uhr
„Musick aus allen landen, da Meister Arpen orgell-instrumenta gelieffert“ Werke vom V.Lübeck, G. Böhm, v. Noordt, J. Blow, Chr. Ritter, J.A. Coberg, J.B. Bach u.a. Es konzertiert Prof. Martin Böcker (Stade)
Beginn: 03.02.2019 17:00 Uhr
Ende: 03.02.2019 18:00 Uhr
Emmanuel Le Divellec,  Professor für Orgel und Improvisation an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover, konzertiert im März in der traditionsreichsten Orgelkonzertreihe Ostfrieslands an der Arp Schnitger-Orgel der Georgskirche Weener. Eintr...
Beginn: 03.03.2019 17:00 Uhr
Ende: 03.03.2019 18:00 Uhr