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Landschaft von Ostfriesland
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Zum Auftakt des Modellprojekts „FrauenLeben in Ostfriesland“ knüpften die Teilnehmenden ein Netzwerk, um damit symbolisch ihre beabsichtigte Zusammenarbeit darzustellen. Foto: Former © Ostfriesische Landschaft

Modellregion "FrauenLeben in Ostfriesland" startet

Zum Auftakt des Modellprojekts „FrauenLeben in Ostfriesland“ sind die Segel gesetzt und die ersten Ziele festgelegt: Die CDU-Bundestagsabgeordnete Gitta Connemann umriss am Dienstag (30. April 2019) in einem Impulsvortrag vor etwa 100 interessierten und geladenen Gästen im Forum der Ostfriesischen Landschaft den Kurs, wie die weibliche Rolle Ostfrieslands künftig deutlich wahrnehmbarer und prägender werden kann. Am Ende des Treffens knüpften die Teilnehmenden als symbolischen Akt ihrer beabsichtigten Zusammenarbeit ein Netzwerk. Connemann sprach von einer „bitteren Wahrheit“, dass Frauen in der Gesellschaft bis heute in vielerlei Hinsicht unterrepräsentiert seien. Sie forderte in Anlehnung eines Songs von Ina Deter „Starke Frauen braucht das Land“ – schließlich „sind wir mehr“. 51 Prozent der Bevölkerung sei weiblich, darum habe sie sich für dieses Modellprojekt stark gemacht und in Julia Klöckner (CDU), Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, ein Pendant gefunden und Fördergelder erhalten. Gitta Connemann erklärte, in der Pflege und im Ehrenamt dominierten die Frauen, fragte in diesem Zusammenhang aber: „Wo sind Frauen im Ehrenamt sichtbar an der Spitze?“ Inakzeptabel sei zudem, wenn Frauen schlechter bezahlt würden als ihre männlichen Kollegen. Das Modellprojekt werde die Frauen beispielsweise im Berufsleben stärken, ihnen Orientierung geben und „Licht ins Dunkel bringen“. Vor diesem Hintergrund sei das Modellprojekt „FrauenLeben in Ostfriesland“ durch die Förderung quasi mit einem Siegel ausgezeichnet worden: „Sie sind Vorreiter, Sie haben anderen etwas voraus“, lobte sie den Runden Tisch, der „den Stein ins Rollen gebracht hat“. Dies sei ein großes Potenzial mit Beispielcharakter für ganz Deutschland. „Ostfriesland kann ein Zukunftslabor für Deutschland sein.“ Aus Erfahrung wisse sie, „Frauen können sich hervorragend vernetzen.“ „Jetzt heißt es, selbst aktiv zu werden“, forderte Moderatorin Christine Schmidt die Teilnehmenden auf. Diese diskutierten angeregt und formulierten eine Stunde lang ihre Anliegen, Gedanken, Ideen, Visionen und Forderungen zum Thema. Am Ende waren es mehrere Stellwände, auf denen die Prioritäten auf Zetteln notiert waren. Landschaftspräsident Rico Mecklenburg und die Leiterin der Regionalen Kulturagentur, Katrin Rodrian, begrüßten die Anwesenden zu dem „bundesweiten kulturellen Vernetzungsprojekt im ländlichen Raum mit Beispielcharakter“. „Es sind viele engagierte und interessierte Frauen in der Region angesprochen, sich bei diesem einmaligen Projekt aktiv mit einzubringen“, erklärte Katrin Rodrian, die in der Vernetzungsstelle federführend für das Projekt verantwortlich ist.

 

 

Auftaktveranstaltung zum Projekt "FrauenLeben in Ostfriesland"

Modellregion „FrauenLeben in Ostfriesland“

CDU-Bundestagsabgeordnete Gitta Connemann (Bildmitte) überbrachte die erfreuliche Nachricht über die Förderung durch den Bund. Unser Bild zeigt sie zusammen mit Landschaftsdirektor Dr. Rolf Bärenfänger (v. l.), Katrin Rodrian, Leiterin der Regionalen Kulturagentur der Ostfriesischen Landschaft, Silvia Lübke, CDU-Kreisvorsitzende der Frauen-Union, und Landschaftspräsident Rico Mecklenburg. Foto: Reinhard Former

Am 16. Mai 2018 wurde die Kulturagentur von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung aufgefordert einen Antrag auf Förderung einzureichen. Dieser Aufforderung war die Ausschreibung des Förderprogramms "LandKULTUR – kulturelle Aktivitäten und Teilhabe in ländlichen Räumen" zur Einreichung einer Projektskizze am 11 Mai 2017 vorangegangen, deren Einreichung am 4. Juli 2017 erfolgt war. Am 10. Juli 2018 informierte Gitta Connemann MdB, die das Förderprogramm vorrangig in die Wege geleitet hatte, darüber, dass insgesamt 960 Skizzen eingereicht wurden. Nach über einem Jahr wurden daraus bundesweit 300 ausgewählt, die den Anforderungen eines Modellvorhabens entsprechen, darunter auch die Projektidee der Kulturagentur. Am 27. August 2018 wurde der Förderantrag unter dem Titel „Modellregion FrauenLeben in Ostfriesland“ - Kulturelles Vernetzungsprojekt im ländlichen Raum mit Beispielcharakter, eingereicht. Der Bewilligungsbescheid erfolgte am 21. November 2018 durch Julia Klöckner, Bundesministerin für das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft. Die Fördersumme beträgt 85.850,00 Euro bei einem Gesamtvolumen von 117.150,00 Euro und einer Förderquote von 73,28%. Die Laufzeit des Projektes wird vom 1. Januar 2019 bis zum 30. September 2020.

 

 

Jubiläum: Der Runde Tisch wird 5 Jahre alt

Der Runde Tisch "FrauenLeben in Ostfriesland" wurde am 30. April 2014 in Aurich gegründet. Auf Initiative der kommunalen Gleichstellungsbeaufragten der Region besteht er aus der Lenkungsgruppe mit deren Gründerinnen sowie aus Fachberaterinnen aus der Region. Der Kreis der Fachberaterinnen setzt sich zusammen aus Vertreterinnen des Historischen Museums Aurich, der Ostfriesischen Landschaft, der Hochschule Emden-Leer, GästeführerInnen der Städte Leer und Emden, dem Stadtarchiv Leer u. a.

 

Ausgangslage war die Beantragung und Ernennung von FrauenORTEN durch den Niedersächsischen Landesfrauenrat. Aktuell gibt es fünf anerkannte FrauenORTE auf der Ostfriesischen Halbinsel*:

 

20. März 2011:     Wilhelmine Siefkes, Leer

16. März 2012:     Hermine Heusler-Edenhuizen, Pewsum-Krummhörn

2. April 2014:       Recha Freier, Norden

1. Oktober 2015:      Antje Brons, Emden

20. Februar 2016:    Maria von Jever

*Ostfriesische Halbinsel:

Ostfriesland besteht aus den Landkreisen Aurich, Leer, Wittmund sowie der Seehafenstadt Emden. Die touristische Marke „Ostfriesland“ umfasst die gesamte Ostfriesische Halbinsel vom Dollart bis zum Jadebusen zusätzlich mit den Landkreisen Ammerland, Friesland und der Jadestadt Wilhelmshaven.

 

 

Foto Silke Arends

Der Runde Tisch "FrauenLeben in Ostfriesland" hat auf der Klausurtagung am 3. Mai 2017 im Familienzentrum in Aurich die Ostfriesische Halbinsel zur Modellregion „FrauenLeben in Ostfriesland“ ernannt. Ziel des Runden Tisches mit der Ernennung zur Modellregion ist es, das Thema „FrauenLeben“ in der Region kulturell, wissenschaftlich, touristisch und didaktisch usw. aufzubereiten, darzustellen und allgemein zugänglich zu machen. Radtouren, Stadtrundgänge, Gästeführerqualifikationen, Symposien, Schul- und Studierendenprojekte etc. zu dem Thema sind oder werden dazu erarbeitet.

 

Das Logo zu "FrauenLeben in Ostfriesland" weist auf die gemeinsame regionale Zusammenarbeit hin.

 

Alle aktuellen Veranstaltungen zum Thema FrauenLeben in Ostfriesland finden Sie gebündelt auf der Seite der Stadt Emden.

 

 


Ansprechpartnerinnen FrauenORTE auf der Ostfriesischen Halbinsel:

 

Emden

Gleichstellungsbeauftragte
der Stadt Emden

Okka Fekken

Tel.: 04921 - 87 - 12 99

fekken[at]emden.de

 

Friesland

Gleichstellungsbeauftragte
des Landkreises Friesland

Elke Rohlfs-Jacob

Tel. 04461 919 2500

e.rohlfs-jacob[at]friesland.de

 

Krummhörn

Gleichstellungsbeauftragte
der Gemeinde Krummhörn

Hannelore Jürgler

Tel. 04923 - 91 61 58

juergler[at]krummhoern.de

 

Leer

Gleichstellungsbeauftragte
der Stadt Leer

Tomke Hamer

Tel.: 0491 - 97 82 - 315

tomke.hamer[at]leer.de

 

Norden

Gleichstellungsbeauftragte
der Stadt Norden

Elke Kirsten

Tel. 04931 - 9 23 - 407

elke.kirsten[at]norden.de

 

 

Zwölf bedeutende Persönlichkeiten - ein "Lebendiger FrauenKalender"

Neben den zwölf informativen Kurzbiografien bedeutender Persönlichkeiten informiert der übersichtlich gestaltete Falt-Kalender über zahlreiche vielfältig wie kreativ und für jede vorgestellte Persönlichkeit angemessen Veranstaltungen des Jahres.

 

Der Lebendige Kalender kann heruntergeladen oder kostenlos unter kultur[at]ostfriesischelandschaft.de bestellt werden.

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