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Gezeitenkonzerte 2015 – Neue Bahnen

Kulturell kommt man im Sommer 2015 nicht am Nordwesten Deutschlands vorbei.

Erstklassige Kammermusik in stimmungsvollen Spielorten zwischen Dollart und Jadebusen, zwischen Deich und Hinterland - das ist das Format der Gezeitenkonzerte unter der künstlerischen Leitung von Matthias Kirschnereit, der jedes Jahr Künstler wie Alfred Brendel, Christian Tetzlaff oder Maria João Pires nach Ostfriesland einlädt.

Längst eine feste Größe unter den international anerkannten Sommerfestivals, versammeln die Gezeitenkonzerte der Ostfriesischen Landschaft vom 19. Juni bis 9. August 2015 in über 30 Veranstaltungen weltbekannte und junge neue Künstler, die sogenannten Gipfelstürmer, aus der Klassik-, Jazz-, und Literaturszene.

Neue Künstler, neue Spielorte, neue Formate – unter dem diesjährigen Motto „Neue Bahnen“ verstecken sich magische Konzerte in noch nie bespielten Orten mit spannenden Ensembles. Dominique Horwitz, Grigory Sokolov, Albrecht Mayer oder die Kremerata Baltica zählen 2015 zu den über 200 Künstlern, die mit dem Publikum in Kirchen, Burgen, Parks und weiteren atmosphärisch ansprechenden Räumen in Kontakt treten.

Unter künstlerischer Federführung des zweifachen ECHO Preisträgers und Hamburger Pianisten Matthias Kirschnereit und dem Organisationsteam der Ostfriesischen Landschaft startet das Festival am 19.6. mit einem der größten Newcomer der Klassikszene: Kit Armstrong. Alfred Brendel nennt ihn die „größte musikalische Begabung, der ich in meinem ganzen Leben begegnet bin“. In der Auricher Lambertikirche eröffnen Armstrong und das in der Fachwelt viel gelobte Signum Quartett das Festival.

Die portugiesische Pianistin Maria João Pires spielt mit Publikumsliebling Lilit Grigoryan am 27.6. u. a. vierhändig in der Neuen Kirche Emden. Avi Avital (Mandoline) und die berühmte Kremerata Baltica bringen am 7.7. die Sengwarder Kirche zum Klingen. Weitere Solisten wie Carolin Widmann (28.8. in Carolinensiel) oder Grigory Sokolov (24.7. Theater an der Blinke Leer) ergänzen die Liste ebenso Ensembles wie das Aleph Gitarrenquartett (1.8., Kirche Hesel) oder das zu den Spitzenformationen zählende Münchener Kammerorchester (2.8. in Emder Johannes a Lasco Bibliothek).

Auch junge aufstrebende Stars haben bei den Gezeitenkonzerten ein festes Forum. In zwei Langen Nächten der Gipfelstürmer, einer Kooperation mit dem Hamburger Musikwettbewerb TONALi und Familien- und Hauskonzerten glänzen ausgewählte junge Musiker, die eine große Karriere vor sich haben.

Für Jazzfans tischt das Tingvall Trio am 23.7. nordische Beats im Schloss Lütetsburg auf. Das David Orlowsky Trio ist berühmt für seine mitreißenden Klezmer-Konzerte und spielt am 6.8. auf Gut Horn Gristede. Der bekannte Schauspieler Dominique Horwitz gibt am 30.7. sein berühmtes Brel-Programm im Park der Gärten, Bad Zwischenahn, zum Besten. Tango mit dem exzellenten Jourist Quartett folgt am Tag darauf im Heimathaus Aschendorf. Wort- und Musik-Programme erleben Sie z. B. am 4.7. im Fährhaus-Terminal am Borkum-Kai in Emden, wo Katja Riemann und Sebastian Knauer sich mit Gershwin auf einen amerikanischen Traum begeben.

Ein riesiger Paukenschlag steht am Ende des Festivals. Das 120-köpfige Junge Philharmonische Orchester Niedersachsen (JPON) spielt im Polderhof Bunderhee die große Leningrader Sinfonie von Schostakowitsch. Solist Tobias Feldmann komplettiert den großen Festivalabschluss. Für seine herausragenden Leistungen bekam Feldmann den Hauptpreis beim Deutschen Musikwettbewerb 2012.

Jedes Konzert ist mit einem Streifzug versehen, der mit Führungen oder Picknicks die einzigartige Region am Weltnaturerbe Wattenmeer vorstellt. Auch das leibliche Wohl kommt nicht zu kurz.

Die Region Ostfriesland lädt mit diesen hochwertigen Konzerten, die so abwechslungsreich und intensiv sind wie das Wechselspiel der Gezeiten, die mit ihrem Auf und Ab die einzigartige Landschaft prägen, zu einem reizvollen Kurzurlaub ein.

Der Kartenvorverkauf beginnt im März. Hier gilt es schnell zuzugreifen, denn kulturell kommt man im Sommer 2015 nicht an den Gezeitenkonzerten der Ostfriesischen Landschaft vorbei.

Karten und Informationen
zu den Gezeitenkonzerten vom 19. Juni bis zum 9. August gibt es ab 16. März 9:00 Uhr im Landschaftsforum der Ostfriesischen Landschaft, Georgswall 1, 26603 Aurich, Tel.: 04941 179967, Fax: 04941 179975, im Internet unter www.ostfriesischelandschaft.de/gezeitenkonzerte, www.gezeitenblog.de, www.facebook.com/gezeitenkonzerte, per E-Mail an karten@ostfriesischelandschaft.de und über das Ticketsystem Reservix bei mehr als 1.000 Vorverkaufsstellen bzw. bei nicht-ausverkauften Konzerten an der Konzertkasse.

Vormerken!

 

Für alle, die sich an kalten, trüben Tagen nach ein wenig Sommer sehnen, veröffentlichen wir nach und nach in unserem nebenstehenden Kalender die Termine der Gezeitenkonzerte 2015. Auch wenn der Vorverkauf erst im März beginnt, empfehlen wir Ihnen, Ihre Auswahl schon im Kalender vorzumerken.
Suchen Sie noch ein Geschenk für Ihre Liebsten ? Gerne können Sie bei uns Gutscheine  für Geburtstage und andere Anlässe erwerben.

Sollten Sie noch nicht in unserem Verteiler sein, aber unser Programmheft erhalten wollen, senden Sie uns bitte eine E-Mail mit Ihrer Adresse an musik(a)ostfriesischelandschaft.de (bitte das (a) durch das @-Zeichen ersetzen).

Falls Sie nun immer noch nicht genug über die Gezeitenkonzerte wissen: Werfen Sie doch mal einen Blick in den Gezeitenblog.

Darüber hinaus stehen wir Ihnen für Fragen, Anregungen, Wünsche und Kritik zur Verfügung.

Ihr Team der Gezeitenkonzerte

Gezeitenkonzerte stellen 2014 neue Rekorde auf

7.652 Besucher besuchten 32 Konzerte - Künstler und Publikum zeigten sich begeistert über neue Spielorte – Thema war „Kontraste“

 

Die Gezeitenkonzerte der Ostfriesischen Landschaft 2014 waren ein voller Erfolg.

Nach dem furiosen Abschlusskonzert mit dem künstlerischen Leiter Matthias Kirschnereit und der Deutschen Kammerakademie Neuss in der Großen Kirche Leer zogen die Veranstalter eine deutlich positive Bilanz. „Mit über 7.600 Besuchern bei 32 Konzerten kann man eine Steigerung von fast 30% im Vergleich zum Vorjahr verzeichnen“, sagte Dirk Lübben, organisatorischer Leiter des Kammermusikfestivals. Prof. Matthias Kirschnereit sprach von einem „Geist des Aufbruchs“.

 

Top-Stars der Klassikszene wie das Tetzlaff Quartett, Alfred Brendel, Lars Vogt oder Sharon Kam zeigten sich begeistert über die magischen Spielorte und lobten die Gastfreundschaft und die Begeisterungsfähigkeit des ostfriesischen Publikums. Stars wie Tanja und Christian Tetzlaff sprachen von „einem der schönsten Konzerte ihrer Karriere“.

 

Neben den altbekannten ostfriesischen Kirchen mit ihrer eindrucksvollen Atmosphäre kamen in diesem Jahr gleich elf neue Spielorte dazu, die es in sich hatten. Im Presswerk des  Volkswagen Werks Emden fand das Eröffnungskonzert mit der Trompeterin Tine Thing Helseth und dem Ensemble Allegria statt. Auch mit der Ausstellungshalle vom Pollmann & Renken in Aurich-Schirum konnte ein moderner Spielort gefunden werden, der ein spannendes Klang-Raum-Erlebnis bot. Ein besonderer Höhepunkt war das Open-Air-Konzert auf der Wüstung Kloster Barthe im Heseler Wald mit dem Posaunenoktett Trombone Unit Hannover.

 

Neben den großen Stars sorgten auch die Gipfelstürmer, junge aufstrebende Künstler, wieder für mächtigen Wirbel. Höhepunkte waren die zwei Langen Nächte der Gipfelstürmer in der Ostfriesischen Landschaft und im Hotel am Schloss, bei denen zusammen insgesamt 27 junge Künstler für über zwölf Stunden musizierten.

 

Zwei Wort & Musik Programme (u.a. mit dem Schauspieler Dominique Horwitz) ergänzten wieder das kammermusikalische Angebot. Jazz gab es von den Klazz Brothers & Cuba Percussion im Park der Gärten, sowie dem Maria Baptist Trio in der Kulturscheune des Schlosses Lütetsburg. Mit Peter Ruzicka konnte man, wie im letzten Jahr mit Jörg Widmann, einen herausragenden Vertreter der Neuen Musik gewinnen. Regionale Musikprogramme kamen nicht zu kurz. Ein Höhepunkt war die Aufführung von Haydns Oratorium „Die Schöpfung“ in der Kirche Esens mit regionalen Musikern.

„Ostfriesland ist eine wirtschaftliche Boom-Region. Das Motto von VW "Wir stärken die Region" passt daher wunderbar zu den Gezeitenkonzerten, die ein kulturelles (Identitäts-) Angebot für Ostfriesland darstellen“, sagte Matthias Kirschnereit. So seien in diesem Jahr viele heimische Firmen auf das Festival zugegangen, weil sie als Konzertförderer ihren Mitarbeitern ein kulturelles Angebot ermöglichen wollen.

 

Auch die Förderung der Jugend stand in diesem Jahr wieder im Fokus. Das erfolgreiche Projekt „Rhapsody in School“ führte den Pianisten Lars Vogt (zugleich Gründer des Projekts) vor Schülern der Lamberti-Schule Aurich und die Flötistin Christina Fassbender gemeinsam mit der Harfenistin Jana Bousková in die Grundschule Warsingsfehn-West, wo sie eine Musikstunde übernahmen und aus ihrem Leben als Musiker erzählten. Über 200 Kinder und Jugendliche nutzen die Ermäßigung (5,00 Euro pro Karte) und besuchten die Gezeitenkonzerte. Bei gutem Wetter war der interaktive Erlebnistag für Familien, erstmals im Haus Nazareth in Norddeich, ein voller Erfolg.

 

Die Programm-Vielfalt mit Kammermusik, Jazz, Neuer Musik und Orchestermusik hat in dieser Saison Wirkung gezeigt. Der Freundeskreis der Gezeitenkonzerte ist stark angewachsen und konnte 2014 in die Riege der Festivalförderer aufsteigen. Bei jedem Konzert waren die Mitglieder mit einem Stand aktiv vertreten. Zum Abschluss des Festivals konnten 273 Mitglieder verzeichnet werden.

 

Zum ersten Mal wurde ein Gezeitenkonzert live ausgestrahlt. Deutschlandradio Kultur übertrug das Konzert mit der Pianistin Annika Treutler und dem Oboisten Ramón Ortega Quero aus der Kirche in Ochtersum. Darüber hinaus zeichneten der Deutschlandfunk und NDR Kultur drei weitere Konzerte auf. Dazu zählten das Eröffnungskonzert, sowie das Konzert mit Nils Mönkemeyer und William Youn in Reepsholt und das Konzert der Vocalisti Rostochienses mit den Brüdern Stenzl in Aurich.

 

Das kulturelle Begleitprogramm, die „Streifzüge“ vor den Konzerten sowie die mitreisende Gastronomie wurden wieder gut angenommen. So entführte beispielsweise Landschaftsdirektor Dr. Rolf Bärenfänger die Besucher in die mittelalterliche Welt des Kloster Barthe und es gab Picknicks an ungewöhnlichen Orten.

 

Die Gezeitenkonzerte der Ostfriesischen Landschaft bedanken sich bei allen Kooperationspartnern vor Ort, allen Gastgebern und Förderern, sowie den Künstlern und dem Publikum für das gelungene und inspirierende Festivaljahr. Die Gezeitenkonzerte 2015 finden vom 19. Juni bis zum 9. August statt.

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