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Spätes MittelalterHorsten (2005) FdStNr. 2513/6:3, Gde. Friedeburg, Ldkr. Wittmund In dem Baugebiet „Horsten-Mitte“ wurde im Bereich der bereits im Jahre 2002 prospektierten Befunde in Kooperation mit der Gemeinde Friedeburg eine 920 qm große Flächengrabung angesetzt (vgl. Fundchronik 2002, Kat.-Nr. 348). Bei dem Gebiet handelt es sich um einen nach Osten in die Marsch abfallenden Geesthang mit Geländehöhen zwischen +3,50 m NN im Westen und +2,40 m NN im Osten. Es wurden mehr als 100 Pfostengruben dokumentiert, die sich trotz gewisser Reihungen nicht zu einem Gebäudegrundriß rekonstruieren ließen. Teils mit identischen und teils mit divergierenden Abständen konzentrierten sich die Pfosten jeweils auf der Nordseite dreier, im Abstand von gut 7 m liegenden, West-Ost gerichteten Gräben. In dem niedrig gelegenen, von Überschwemmungen bedrohten Gebiet könnte es sich um eine saisonal genutzte landwirtschaftliche Einrichtung, etwa abgegrenzte Weide- oder Ackerflächen handeln. Dazu gehörte auch ein Torfsodenbrunnen im Nordosten des Areals, der einem hölzernen, an den Ecken mit Dübeln befestigten Balkengeviert aufgesessen hat (Foto links). Auffällig ist eine ganze Anzahl von Mahlsteinbruchstücken aus rheinischer Basaltlava. Die Funde von einheimischer Harter Grauware und das Fragment eines Faststeinzeuggefäßes datieren die Befunde in das 13. Jahrhundert. Die dendrochronologische Datierung der Brunnenhölzer schlug leider fehl, weshalb kein genaueres Datum angegeben werden kann. R. Bärenfänger
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