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Fundchronik |
Ostfriesische
Fundchronik
Zusammengestellt von Wolfgang Schwarz und Hans
Schwarz Abkürzungen:
A. Ausgewählte Neufunde Kreis Aurich 1. 2309/9: 14 Berumbur (Gmk), Hage (SG) 2. 2309/9:16 Berumbur (Gmk), Hage (SG) 3. 2305/9: 24 Berumbur (Gmk), Hage (SG) 4. 2310/7: 6 Westerende (Gmk), Großheide (EG) 5. 2310/7: 14 Großheide (Gmk), Großheide (EG) 6. 2410/1: 4 Menstede-Coldinne
(Gmk), Großheide (EG) 7. 2410/l:5 Menstede-Coldinne
(Gmk), Großheide (EG) 8. 2410/1: 6 Menstede-Coldinne
(Gmk), Großheide (EG) 9. 2410/1: 14 Menstede-Coldinne
(Gmk), Großheide (EG) 10. 2410/2: 6 Menstede-Coldinne
(Gmk), Großheide (EG) 11. 2410/2: 7 Menstede-Coldinne
(Gmk), Großheide (EG) 12. 2410/2: 9 Menstede-Coldinne
(Gmk), Großheide (EG) 13. 2410/2: 53 Menstede-Coldinne
(Gmk), Großheide (EG) (FStNr korrigiert aus 2410/3:53) 14. 2410/2: 54 Menstede-Coldinne
(Gmk), Großheide (EG) 15. 2410/7: 1 Moorhusen (Gmk), Südbrookmerland (EG) 16. 2411/4: 5 Langefeld (Gmk), Aurich (EG) 17. 2411/9: 30 Spekendorf (Gmk), Aurich (EG) 18. 2508/6: 20 Uttum (Gmk), Krummhörn (EG) 19. 2508/9: 4 Groß Midlum (Gmk), Hinte (EG) 20. 2508/9: 18-4-0 Groß-Midlum (Gmk), Hinte (EG) 21. 2509/2: 3 Upgant-Schott (Gmk), Brookmerland (SG) 22. 2509/2: 4 Upgant-Schott
(Gmk), Brookmerland (SG). 23. 2509/5: 12 Bedekaspel
(Gmk), Südbrookmerland (EG) 24. 2509/5: 13 Loppersum (Gmk), Hinte (EG) 25. 2509/5: 16 Loppersum (Gmk), Hinte (EG) 26. 2509/6: 10 Bedekaspel
(Gmk), Südbrookmerland (EG) 27. 2509/7: 15-2-0 Suurhusen (Gmk), Hinte (EG) 28. 2509/7: 15-4-0 Suurhusen (Gmk), Hinte (EG) 29. 2509/8: 1-2-0 Suurhusen (Gmk), Hinte (EG) 30. 2509/8: 10-2-0 Loppersum (Gmk), Hinte (EG) 31. 2511/2: 2 Wiesens (Gmk), Aurich (EG) 32. 2511/2: 6 Wiesens (Gmk), Aurich (EG) 33. 2511/4: 21 Wiesens (Gmk), Aurich (EG)
Kreis Leer 34. 2611/6: 4 Hesel (Gmk), Hesel (SG) 35. 2611/8: 4 Hesel (Gmk), Hesel (SG) 36. 2611/8: 18 Hesel (Gmk), Hesel (SG) 37. 2611/8: 19 Hesel (Gmk), Hesel (SG) 38. 2611/8: 31 Hesel (Gmk), Hesel (SG) 39. 2611/9: 115 Hesel (Gmk), Hesel (SG) 40. 2611/9: 117 Hesel (Gmk), Hesel (SG) 41. 2612/7: 1 Kleinoldendorf (Gmk), Uplengen (EG) 42. 271f/3l 13 Hesel (Gmk), Hesel (SG) 43. 2711/6: 44 Filsum (Gmk), Jümme (SG) 44. 2712/7: 2 Detern (Gmk), Jümme (SG) 45. 2809/6: 2 Weener (Gmk), Weener (EG)
Kreis Friesland (Altkreis Wittmund) 46. 2311/8: 44 Ostochtersum (Gmk), Holtriem (SG) 47. 2311/8: 98 Moorweg (Gmk), Esens (SG) 48. 2311/8: 121 Moorweg (Gmk), Esens (SG) 49. 2411/2: 9 Moorweg (Gmk), Esens (SG) 50. 2412/9: 19 Leerhafe (Gmk), Wittmund (EG) 5l. 2512/3: 2l Reepsholt (Gmk), Friedeburg (EG) 52. 2512/3: 23 Reepsholt (Gmk), Friedeburg (EG)
B. Grabungsberichte und Notbergungen 1. Kreis Aurich, Großheide (EG), Menstede-Coldinne
(Gmk) Bei der Begehung der Coldinner Fundstellen im Frühjahr 1978 wurde auf der Fundstelle 2410/2: 9 im Bereich der Konzentration N u. a. ein Artefakt gefunden, welches insofern von Interesse ist, weil es sich mit aller Wahrscheinlichkeit um eine angefangene Speerspitze handelt, die dann aber während der Herstellung zu einem Schabergerät umfunktioniert wurde. Der Grund zu dieser Umarbeitung könnten z. B. schadhafte Stellen im Flint gewesen sein oder aber auch eine Deformierung, die beim Retuschieren entstanden ist. Die in der Zeichnung deutlich zu sehenden groben Absplißstellen an der linken Seite wurden mit zwei Sch1ägen erreicht. Anschließend ist diese Bucht, die evtl. gewollt war oder durch Unachtsamkeit entstand, mit feiner Kantenretusche versehen worden. Es ist kaum anzunehmen, daß ein Artefakt so mühevoll mit Oberflächenretusche (und zwar beidseitig) bearbeitet wurde, um in dieser Form nur als Schneid- und Schabgerät zu dienen, zumal die Querschnitte die Anlage einer Speerspitze erkennen lassen. Als ein von Anfang an gewollter Schaber dürfte dieses Artefakt darum nicht anzusehen sein. Geräte mit dieser Funktion wurden in der Regel mit einem weniger großen Arbeitsaufwand hergestellt.
2. Kreis Leer, Jemgum (EG), Hatzum (Gmk) Mit den Untersuchungen bei der „Alten Boomborg“ (TK 25 2610 Moormerland) setzte das Niedersächsische Landesinstitut für Marschen- und Wurtenforschung, Wilhelmshaven, in der Zeit vom 16. 5. bis 8.7.1977 die Arbeiten im Rahmen eines DFG-Forschungsprogramms fort, das der Siedlungs- und Wirtschaftsentwicklung des ostfriesischen Küstengebietes im frühen und hohen Mittelalter gewidmet ist. Im Mittelpunkt stehen dabei Untersuchungen in Handelsorten mit zugehörigen Befestigungen und bäuerlichen Siedlungen. Die in den Jahren 1975 und 1976 durchgeführten Grabungen bei der „Alten Boomborg“ ergaben, daß dort im ausgehenden 9. Jh. oder beginnenden 10. Jh. eine Siedlung gegründet wurde. Sie lag nur etwa 1 km von dem Händler- und Marktort Hatzum entfernt und dürfte nicht eine gewöhnliche bäuerliche Ansiedlung gewesen sein. Die sehr feste Konstruktion der Gebäude und der verhältnismäßig große Anteil rheinischer Importkeramik im Fundmaterial deuteten an, daß es sich um eine Art Herrensitz handelte. Die Grabungen und Bohrungen des Jahres 1977 verfolgten in erster Linie das Ziel, den Verlauf von Gräben festzulegen, die 1976 am Rande der Siedlung festgestellt wurden. Nachdem die Gräben im Jahre 1977 durch Bohrungen genauer lokalisiert waren, wurden an neun Stellen Baggerschnitte angelegt. Dadurch konnten die Gräben stratigraphisch eingeordnet und mit Hilfe des Fundmaterials datiert werden. Die Siedlung war anfangs von 3 m breiten Gräben rings umgeben. Im Lauf der Siedlungsentwicklung wurden einige Gräben zugeschüttet und andere neu angelegt, immer aber fügten sich die Gräben in Richtung und Verlauf in das Netz der heute vorhandenen Gräben ein. Das neuzeitliche Grabensystem reicht mit seinen Anfängen offenbar in die Zeit um 900 nach Chr. Geb. zurück. In einem breiteren Graben an der Nordwestseite der Siedlung zeigten feinsandige Strömungsbänder in der Grabenfüllung, daß der Graben anfangs noch unmittelbar mit der Ems verbunden war. Die Gräben dienten in erster Linie der Entwässerung, konnten aber die Ansiedlung durchaus auch vor leichteren Angriffen schürzen. Die Siedlung bestand in der frühen Zeit (ausgehendes 9. Jh. bis etwa 11. Jh. n. Chr. Geb.) aus einer fast quadratischen Anlage mit einer Seitenlänge von etwa 55/60 m. Auf diesem Areal standen breite, einschiffige Häuser, deren Reste in den Jahren 1975 und 1976 bereits aufgedeckt worden waren. In zwei Brunnen waren insgesamt drei hölzerne Wagenachsen in sekundärer Verwendung eingebaut. Die außergewöhnlich große Spurbreite der Wagenachsen (1,50-1,60 m) und die stabile Ausführung der Achsen zeigen, daß sie von Wagen stammen, die schwere Lasten transportieren konnten. Das deutet darauf hin, daß die Bewohner der „Alten Boomborg“ an Warentransport und Handel beteiligt waren. Eine für das Enddatum der Siedlung wichtige Feststellung ist die, daß aus der letzten Verfüllungsphase von zwei Gräben Bruchstücke von Ziegelsteinen geborgen wurden. Profanbauten aus Ziegelsteinen wurden in Ostfriesland nicht vor dem 14. Jh. errichtet. Bei der „Alten Boomborg“ war also mindestens bis zum 14. Jh. eine Ansiedlung vorhanden. Außerdem dokumentiert sich in dem „Steinhaus“, einem Statussymbol der ostfriesischen Häuptlinge im Spätmittelalter, die sozial-rechtliche Stellung, die die Bewohner der „Alten Boomborg“ einnahmen. Das stimmt sehr gut mit der urkundlichen Überlieferung überein, die im 15. Jh. noch eine Häuptlingsfamilie „thor Bonenborch“ (= Boomborg) erwähnt. Die Untersuchungen im Rahmen des DFG-Forschungsprogramms wurden ab Juli 1977 in der Wurt Langwarden, Gemeinde Butjadingen, Kreis Wesermarsch, fortgesetzt.
3. Kreis Leer, Jemgum (SG), Jemgum (Gmk) (2710/1:23
– handschriftlich nachgefügt) Auf eine Fundmeldung, die von der Firma E. Reins, Jemgum, gemacht wurde, führte das Niedersächsische Landesinstitut für Marschen- und Wurtenforschung, Wilhelmshaven, in der Zeit vom 5. 7. bis 14. 7. 1978 eine Notgrabung in einer Siedlung der vorrömischen Eisenzeit und der römischen Kaiserzeit bei Jemgum durch (TK 25 2710 Leer). Der Siedlungsplatz liegt etwa 250 m westlich der prähistorischen Siedlung „Jemgum I", die Haarnagel 1957 untersuchte und die in die ältere vorrömische Eisenzeit zu datieren ist. Auf dem Gelände der Siedlung „Jemgum III“ wurde Ziegeleiton abgebaggert. Deshalb konnten in der Fläche nur einzelne Beobachtungen gemacht und Funde abgesammelt werden. Es zeigte sich aber dabei, daß sich die ältere Keramik im Süden der Fundstelle häufte, während die jüngere Keramik im nördlichen Teil auftrat. Die dort in Holz oder als Verfärbung erhaltenen Pfosten und Gräben dürften demnach von Gebäuden der jüngeren Besiedlung herrühren. Die wichtigste Aufgabe der Notuntersuchung bestand darin, ein Grabungsprofil zu schaffen und anhand der stratigraphischen Befunde zu überprüfen, ob sich zwei Perioden der Besiedlung feststellen ließen, ob also die Kulturschicht der vorrömischen Eisenzeit durch eine Sedimentationsdecke von den Siedlungsspuren der römischen Kaiserzeit getrennt wurde. Dahinter stand die Frage, ob die Flußmarsch an der unteren Ems von der älteren vorrömischen Eisenzeit bis zur Spätlatènezeit/römischen Kaiserzeit ununterbrochen besiedelt war oder ob in der Mittellatènezeit ein Hiatus vorhanden war. Das 76 m lange, von Südsüdost nach Nordnordwest verlaufende Grabungsprofil zeigte, daß die erste Besiedlung auf dem Uferwall eines Prieles ansetzte. Die Siedlungsoberfläche liegt im Niveau von - 0,60 bis ± 0 m NN. Diese Besiedlung ist nach Aussage der Keramik in das 8. bis 5. Jh. V. Chr. Geb. zu datieren. Über dieser Siedlungsschicht ist im Bereich von Senken eine Sedimentationsschicht aus Marschenton abgelagert, der eine jüngere Siedlungsschicht aufliegt. Die trennende Tonschicht fehlt auf dem Uferwall und über den Hauspodesten. Die jüngere Siedlungsschlicht gehört aufgrund der Keramik in die Spätlatènezeit und römische Kaiserzeit (2. Jh. vor bis 2./3. Jh. n. Chr. Geb.). Die Unterbrechung der Besiedlung auf dem Fundplatz Jemgum III bestätigt entsprechende Feststellungen auf den anderen bisher bekannten Siedlungsstellen am linken Ufer der unteren Ems.
4. Kreis Leer, Jümme (Sc), Detern (Gmk) Der Heimatverein benachrichtigte die Ostfriesische Landschaft von der Planung der Molkerei in Detern, auf dem eigenen Grundstück eine Garage für Milchfahrzeuge zu errichten. Auf dem Grundstück - so vermutet man - befand sich die Schlüsselburg bzw. Teile davon. Das Grundstück liegt direkt nördlich der Molkerei (TK 25 2712 Apen). Es zeichnete sich dadurch aus, daß es den westlichen Teil einer kleinen Erhöhung (ca. + 2,50 m NN) einschließt, welche sich in östlicher Richtung schwach auf + 2,00 m NN abfallend bis zum Ufer der Landwehr (Graben) erstreckt. Durch eine Senke getrennt liegt nördlich davon eine weitere Erhöhung (+ 2,50 m NN) auf dem Nachbargrundstück. Die Mitglieder des Arbeitskreises Vorgeschichte bekamen die Gelegenheit, ein Profil aufzunehmen, welches aber nicht endgültig die Frage nach dem Standort der Schlüsselburg beantworten konnte. Folgender Befund wurde beobachtet: Auf dem anstehenden gelben Sand zeugte eine Auftragung von Heideplaggen für die ackerbauliche Nutzung des Gebietes im Mittelalter. Der Erdauftrag darüber, der von einer Lehmschicht begrenzt wird, zeigt wohl die Errichtung eines Gebäudes an. Im Norden grenzte der Platz an einen W-O verlaufenden Graben, der heute noch als Senke im Gelände erkennbar ist. Eine weitere Auftragsschicht überdeckte die Lehmschicht und füllte den Graben teilweise. Anschließend diente das Land wieder dem Ackerbau. Besonderes Augenmerk sollte auf das östliche Nachbargrundstück gerichtet werden, wo die angeschüttete Erhöhung ihr Zentrum besitzt. Gleichermaßen von Bedeutung ist die im Norden anschließende Erhebung, die durch den genannten Graben abgetrennt wird. Möglicherweise hat hier westlich des Landwehr-Grabens die Haupt- und Vorburg der „Schlüsselburg“ gestanden. Anhaltspunkte zur Datierung bieten nur die Backsteinbruchstücke und eine Scherbe der Rotirdenware im Trenngraben zwischen den beiden künstlichen Aufschüttungen.
5. Kreis Friesland (Altkreis Wittmund), Esens (SG),
Dunum (EG), Brill (Gmk) Die Aussandungsarbeiten in der Gemarkung Brill haben 1978 ihren Abschluß gefunden. Der Landkreis Friesland machte zur Auflage, daß vor der Abfuhr des Sandes eine archäologische Untersuchung vorzunehmen ist. Daher war es möglich, mit finanzieller Hilfe des Landes Niedersachsen, durch zahlreiche Notgrabungen im ganzen Aussandungsgebiet die Funde zu bergen und in Grabungsplänen die Befunde zu dokumentieren. Eine Auswertung konnte noch nicht stattfinden, so daß hier wiederum nur vorläufige Ergebnisse mitgeteilt werden. Die untersuchten Flächen 12 - 16 befinden sich im westlichen Teil des Aussandungsgebietes. Sie erstrecken sich von Süden nach Norden in rund 290 m Länge und 10 bis 70 m Breite über den Flugsandrücken, der im Süden an das Langefelder Tief grenzt. Die kaiserzeitlichen Holz- und Grubenhäuser bevorzugen den Südhang. Auf der Höhe des Sandrückens dagegen liegen die Mehrzahl der Gräber. Es handelt sich um Urnenbestattungen der jüngeren Bronzezeit, Kreisgräben der vorrömischen Eisenzeit sowie Knochenlager. Bemerkenswert ist die Bestattung einer Frau aus der älteren Bronzezeit, zu deren Tracht ein Stollenarmband, eine Bernsteinperlenkette, eine Radnadel und Schläfenringe gehören. Drei Tonbecher aus zwei anderen Körpergräbern datieren die Grablegungen in das ausgehende Neolithikum. Im Jahre 1979 sind ergänzende Grabungsabschnitte geplant, die die Befunde abrunden sollen, so daß anschließend eine Auswertung und Publizierung der Grabungsergebnisse vorgenommen werden kann.
6. Kreis Friesland (Altkreis Wittmund), Friedeburg
(EG), Reepsholt (Gmk) Im Zuge von Bauarbeiten an der Kreisstraße 31 Schortens-Reepsholt stieß man nördlich der Kirche von Reepsholt auf mittelalterliche Siedlungsspuren (TK 25 2513 Zetel). Die Fundmeldung erfolgte durch Herrn B. Grahlmann, Schortens. Vom Niedersächsischen Landesinstitut für Marschen- und Wurtenforschung, Wilhelmshaven, wurde in der Zeit vom 16. 11. bis 21. 11. 1978 eine Notgrabung durchgeführt. Bei der Verbreiterung der Straße auf der Nordseite konnten zwei Grabungsflächen von insgesamt ca. 740 qm Größe untersucht werden. Im Planum trat eine große Zahl von Gräbchen und Pfosten in Verfärbung auf. An zwei Stellen hatten ehemals Häuser gestanden. Schlechte Witterungsverhältnisse schränkten die Beobachtungsmöglichkeiten stark ein, so daß Einzelheiten der Hausgrundrisse nur schwer festgehalten werden konnten. Mit entsprechendem Vorbehalt kann aber gesagt werden, daß es sich bei dem einen Gebäude um ein einschiffiges Haus von etwa 6,25 m Breite und mindestens 16 m Länge handelte. Aus den Füllungen von Gräbchen und Pfostenlöchern wurde Keramik geborgen, deren älteste Typen in das 9. Jh. zu datieren sind. Die Gebäude scheinen allerdings erst dem späteren Mittelalter anzugehören, also einer Zeit, als der heute vorhandene Kirchenbau errichtet wurde.
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