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Esens
(1999) FStNr. 2311/6:154, Stadt Esens, Ldkr. Wittmund Frühmittelalterliche Funde aus der Stadt EsensIm Altstadtbereich wurden an der Jücherstraße zwei Häuser abgebrochen, um Platz für Neubauten zu schaffen. An einer Kante der Baugrube hatte sich kleinräumig eine ältere Schichtenabfolge erhalten, die von A. Heinze dokumentiert wurde. Die Stratigraphie zeigte zuunterst bei +4,00 m NN einen podsolierten pleistozänen Sand, der sich zu einer flachen Kuppe erhob. Darauf lagerte eine ca. 0,50 m mächtige, durch Muschelgrusware (Abb. 1-2) gekennzeichnete Siedlungsschicht, aus der auch Bruchstücke eines Handmahlsteines aus Basaltlava von ehemals etwa 0,41 m Durchmesser stammen (Abb. 3). Darüber lagerten weitere Auftragsschichten, u.a. ein Estrich aus gestampftem Lehm, ein weiterer Laufhorizont und darüber eine schwärzliche Brandschicht mit hochmittelalterlichen Keramikscherben. Ohne Zusammenhang wurde eine Scherbe der blaugrauen Ware des 14./15. Jahrhunderts aufgelesen. Die Funde von Muschelgruskeramik belegen erneut den frühmittelalterlichen Siedlungsbeginn in Esens, der wohl in das 9. Jahrhundert zu datieren ist. Im Gebiet der späteren Stadt sind dabei anscheinend mehrere flache Geestkuppen von bäuerlichen Gehöften bebaut gewesen. An der nun dokumentierten Stelle läßt sich durch die Abfolge der Kulturschichten zudem eine kontinuierliche Siedlungstätigkeit nachweisen. R. Bärenfänger
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