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Hohes Mittelalter Engerhafe (2004) FdStNr. 2509/3:12, Gemeinde Südbrookmerland, Ldkr. Aurich. Südwestlich der Fehnhuser Gaste wurde eine im Jahre 2000 prospektierte Fläche im Vorwege der Bebauung vom Oberflächenhumus befreit und untersucht. In dem stark podsolierten sandigen Untergrund zeigten sich jedoch keine Spuren einer erwarteten frühmittelalterlichen Siedlung. Aufgedeckt wurde lediglich ein Graben, der die stattliche Länge von 54,50 m aufwies und dabei im Norden außerhalb der Fläche noch weiter zog (Abb. links). Seine Breite betrug durchschnittlich 0,80 m, nach Süden lief er dann, etwas schmaler und flacher werdend, mit einem rundlichen Ende aus. Im Schnitt zeigte er eher muldenförmige Profile bei Tiefen bis zu höchstens 0,35 m. Aus der Grabenfüllung stammt überwiegend Harte Grauware, wobei der scharf profilierte Randtyp D (n. Haarnagel, Typ 7 n. Stielke) überwiegt. Ein Standfußfragment und eine bemalte Wandungsscherbe von Pingsdorfer Keramik bestätigen die hochmittelalterliche Entstehungs- und Nutzungszeit des Grabens. Wenige Stücke der Muschelgrusware scheinen hier sekundär eingelagert worden zu sein, da es wenig wahrscheinlich ist, daß der Graben über mehrere Jahrhunderte hin offen gelegen hat. Womöglich hat er eine Zeit lang als Gemarkungsgrenze zwischen Engerhafe und Fehnhusen oder aber als Markierung zwischen den Besitzungen zweier bäuerlicher Gehöfte gedient. R. Bärenfänger
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