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NeuzeitAurich (2006) FdStNr. 2510/3:109, Stadt Aurich, Ldkr. Aurich. Umfangreiche Baubefunde kamen während der Umgestaltungsarbeiten des inneren Auricher Schlosses – heute Sitz des „Niedersächsischen Landesamtes für Bezüge und Versorgung“ (NLBV), Schlossplatz 3 – zu Tage. Die Bauarbeiten betrafen den Eingangsbereich des südwestlichen Gebäudeflügels. Die archäologische Dokumentation der Baubefunde in der Baugrube wurde mit Schnitt S.1 bezeichnet. Im Wesentlichen wurden unterste Mauerreste von Gebäudeteilen angetroffen, die mit Sicherheit zu den jüngsten Umbauphasen des Schlosses im 19. Jahrhundert gehörten. Es handelt sich hierbei um ein Treppenhaus und den später davor gesetzten kleineren Windfang. Das Treppenhaus ist aus Ziegelsteinen errichtet worden, mit dem Steinformat 27 x 14 x 7 cm, und hat eine Gebäudefront von 7 m. Der kleinere Anbau besitzt nur eine Vorderfront von rund 3,7 m und ist ebenfalls aus Ziegelsteinen errichtet worden, die ein Steinformat 22 x 11 x 5 cm aufweisen. Die Grundrisse dieser Schlossanbauten aus der jüngeren Bauperiode gehen noch aus einer älteren Bauzeichnung hervor, die etwa um 1900 datiert werden kann. Der ehemalige Eingangsanbau des Südwestflügels des Schlosses gründet z. T. direkt auf einem älteren Backsteinkomplex. Bei diesem nur wenige Zentimeter tiefer liegenden Baurest kann es sich nur um eine umfangreiche Fundamentanlage handeln, deren Gesamtausdehnung im Untersuchungsabschnitt S.1 nicht erfasst wurde (Abb. links). Die bauliche Funktion des z. T. unklar strukturierten Fundamentes, das wegen des Steinformates von 29 x 14,5 x 8,5 cm zeitlich eher in das Spätmittelalter datiert, konnte nicht geklärt werden. Nur der massive Fundamentblock im Nordwesten des Schnittes S.1, der noch über 1,80 m tief in den Untergrund hineinreicht, kann wohl als die einstige östliche Ecke des vorspringenden größeren Treppenhauses angesprochen werden, welches sich im westlichen Gebäudewinkel der späteren Burganlage des 16. Jahrhunderts befand. A. Prussat
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