
21. Internationaler
Leeraner
Orgelsommer
2013
In den Sommerferien 2013 laden die Evangelisch-reformierte und die Evangelisch-lutherische Kirchengemeinde jeweils donnerstagabends um 20.00 Uhr zu den Konzerten des 21. Internationalen Leeraner Orgelsommers ein.
Fr
21. Juni
19.30 Uhr
Große Kirche
„Kontraste“ in der Kulturnacht der Kirchen
An der über 400-jährigen Orgel: Winfried Dahlke
Gegensätze in Klang und Ausdruck prägen bereits den „Stylus phantasticus“ des norddeutschen Orgelbarock und ziehen sich auch durch spätere Epochen. In einem dreiviertelstündigen Konzert werden klangliche Gegensätze der besonderen Klangarchitektur der großen Orgel in wechselnden musikalischen Affekten die schöne Akustik der Großen Kirche erfüllen.
DO
27. Juni
20.00 Uhr
Große Kirche
Klangreine Renaissance, warme Romantik und klassische Moderne
Konzert für Posaune, Orgel und Harmonium
Romantische Posaune und Renaissance-Posaune: Detlef Reimers (Ottersberg)
An der über 400-jährigen Orgel und am Harmonium: Winfried Dahlke
In Werken von J. Dowland, G. Frescobaldi, S. van Soldt, A. Caldara, G. Fauré, M.Galiege, A. Guilmant (Morceau Symphonique, Harmoniumwerke), B. Krol, A. Schnittke, L. Bernstein, und Th. Jahn geleiten Detlef Reimers und Winfried Dahlke die Zuhörer auf einem farbenreichen Pfad durch die Musikgeschichte.
Detlef Reimers, ausgezeichnet mit dem „International Classical Music Arward 2013“, ging 1981 als Soloposaunist zum Philharmonischen Staatsorchester nach Bremen. Seit 1987 spezialisierte er sich auf die Interpretation Alter Musik und spielt seitdem Renaissance-, Klassische- oder romantische Posaune in zahlreichen Konzerten, Rundfunk- und rund 60 CD Aufnahmen mit renommierten Ensembles.
DO
4. Juli
20.00 Uhr
Große Kirche
Auf der Reise zu den Quellen
An der über 400-jährigen Orgel: James Tibbles (Auckland / Neuseeland)
Auf dem Programm stehen Werke von V. Lübeck (Praeludium E-Dur), S. Scheidt, J. S. Bach (Praeludium Es-Dur), C.P.E. Bach und W.A. Mozart (Phantasie f-Moll).
James Tibbles ist einer der führenden Interpreten der Alten Musik in Neuseeland. Nach einem Studium des Orgel- und Cembalospiels an der University of Auckland vervollkommnete James Tibbles seine Ausbildung am Königlichen Konservatorium in Den Haag bei Bob van Asperen. Er ist Associate Head mit Lehrtätigkeit in Aufführungspraxis Alter Musik an der University of Auckland, künstlerischer Leiter von Age of Discovery, Mitglied des Barockensembles Extempore sowie Organist an der St Patrick’s Cathedral, Auckland.
DO
11. Juli
20.00 Uhr
Große Kirche
Vom Urquell Bach zum russischen Strom
An der über 400-jährigen Orgel: Alexander Fiseisky (Moskau)
Den Auftakt gestaltet Alexander Fiseisky mit Praeludien und Fugen, Choralbearbeitungen und Fantasien von J. S. Bach. Mit Werken Felix Mendelssohn Bartholdys (Choral und Variation Herzlich tut mich verlangen, Allegro in d) leitet er über zu Werken der russischen Tradition von Michail Glinka, Rudolf Tobias, Oleg Nirenburg (Fantasie über ein russisches Volkslied) und Alexander Glasunow.
Alexander Fiseisky wurde in Moskau geboren und ist heute Solo-Organist der Moskauer Staatlichen Philharmonischen Gesellschaft, Leiter der Orgelabteilung an der Russischen Gnessin Musikakademie Präsident des Wladimir Odojewskij Orgelkunstzentrums und gefragter Fachberater. Er konzertierte in mehr als 30 Ländern. Für seine Bach-Gesamtaufführungen im Jahr 2000 erhielt er in Moskau eine Eintragung ins Buch Rekorde des Planeten Erde.
DO
18. Juli
20.00 Uhr
Lutherkirche
Perlen des Barocks
An der Ahrend-Orgel: Serge Schoonbrodt (Lüttich)
Zwei Werke, die zur Weltliteratur der Musik zählen, bilden den Ausgangspunkt und Schlusspunkt des Konzerts: die Passacaglia d-Moll von D. Buxtehude und die Passacaglia c-Moll von J.S. Bach. Dazwischen erklingen Kompositionen von J.P. Sweelinck (Mein junges Leben), J. Buus, J.S.Bach, Th. Babou, und L. Chaumont.
Serge Schoonbroodt wurde 1971 in Eupen (Belgien) geboren. Er studierte Orgel in Brüssel und Gesang an der Maîtrise der Kathedrale Notre-Dame. Er legte eine Serie von Einspielungen mit Werken altfranzösischer Meister auf bedeutenden historischen Orgeln vor. Serge Schoonbroodt gibt zahlreiche Konzerte in ganz Europa und Südamerika. Hierzu zählten Auftritte im Rahmen der Festivals wie "les Académies Musicales de saintes" oder "Festival de Saint-Michel en Thiérache".
DO
25. Juli
20.00 Uhr
Lutherkirche
Die Meister des gesanglichen Stils
An der Ahrend-Orgel: Joachim Gehrold
Joachim Gehrold lotet die Klangmöglichkeiten der Ahrend-Orgel in gesanglichen Werken des Barock und der frühen Romantik aus. Es erklingen die Toccata in G von D. Buxtehude, die Fantasie Komm, Heiliger Geist, 4 Schübler-Choräle und das Concerto Nr. 1 von J.S. Bach, bevor in Werken von J.L. Krebs (Fantasie und Fuge F-Dur, Wir glauben all an einen Gott) und Werken der frühen Romantik von F. Mendelssohn Bartholdy (Praeludium und Fuge in c), J. Brahms (Herzlich tut mich erfreuen) und A. Guilmant (Sonate Nr. 5, 1. Satz) spätere Klangfarben hervortreten.
Joachim Gehrold, geboren 1956 in Stockholm, studierte Kirchenmusik in Hamburg und Bremen. 1980-1988 war er Organist in Bremen-Vahr, bis 2004 Kirchenmusiker an der Altstädter Nicolaikirche Bielefeld, Landesorgelsachverständiger der Westfälischen Landeskirche und Lehrbeauftragter für Orgelspiel in Herford. Seit März 2004 ist er Kirchenmusikdirektor des Sprengels Ostfriesland sowie Kantor und Organist an der Lutherkirche Leer.
DO
1. August
20.00 Uhr
Lutherkirche
Die unerschöpfliche Quelle der großen „B“
An der Ahrend-Orgel: Pavel Kohout (Prag)
Werke von Buxtehude, Böhm, JSBach und CFEBach und Böhmischer Komponisten
Auf dem Programm stehen D. Buxtehude (Praeludium in g [149]), C.P.E. Bach (Sonata in a), G. Bőhm (Aria: Jesu, du bist allzu schöne), J.F.N. Seger (Phantasia in d, Fuga in d), J.K. Vaňhal (Preambulae in G und C) und J.S. Bach (C-Dur Toccata)
Pavel Kohout (*1976) studierte in Prag am Konservatorium und an der Musikhochschule. Es folgten Studien in Amsterdam bei Jacques van Oortmerssen. P. Kohout nahm erfolgreich an internationalen Orgelwettbewerben teil: 1998: 1. Preis Orgelwettbewerb Ljubljana; 1999: 1. Preis beim "International M. K. Ciurlionis Piano and Organ Competition" in Vilnius; 2000: 1. Preis und Bachpreis in Tokio / Japan. Er besuchte Meisterkurse bei Peter van Dijck, Krizstof Ostrowsky, Harald Vogel und Michel Bouvard.
DO
8. August
20.00 Uhr
Große Kirche
Bach-Konzert
An der über 400-jährigen Orgel: Lukas Arvidsson (Göteborg)
Die Orgelwerke J.S. Bachs zählen für viele Menschen zu den wichtigsten und ergreifendsten Hörerlebnissen. Der junge schwedische Organist Lukas Arvidsson gestaltet zum Abschluss der Konzertreihe ein Programm ausschließlich mit Werken des großen Meisters.
Lukas Arvidsson studierte von 2003-2008 Kirchenmusik in Göteborg bei
Mikael Wahlin, Joel Speerstra und Hans Davidsson. Anschließend erwarb er 2010-2013 das Diplom Alte Musik an der HfK Bremen bei Harald Vogel, Hans Davidsson und Edoardo Bellotti. Lukas Arvidsson ist international als Konzertorganist, Spezialist für historische Tasteninstrumente und Improvisator tätig. Er ist Hauptorganist an der englischen Walker-Orgel (55/III/P) der katholischen Kirche in Göteborg, deren Restaurierung er fachlich begleitete.
Anziehungspunkt für die Konzerte sind die beiden großen Stadtorgeln im barocken Stil, die mit je drei Manualwerken und freiem Pedalwerk zu den größten Instrumenten Ostfrieslands zählen.
Der Eintritt zu den Konzerten ist frei – am Ausgang wird um eine Spende gebeten.