OSTFRIESISCHE LANDSCHAFT - REGIONALVERBAND FÜR KULTUR, WISSENSCHAFT UND BILDUNG
IMPRESSUM | TELEFONZENTRALE: +49 (0)4941 17 99 0
Landschaft von Ostfriesland
Vermischtes |
ARCHÄOLOGIE / AKTUELLES / Vermischtes

Vermischtes

 

Neue Leitung beim Archäologischen Dienst
Am 1. Dezember 2008 hat Dr. Rolf Bärenfänger die Leitung des Archäologischen Dienstes an Dr. Sonja König abgegeben. Die aus Hannover gebürtige Archäologin studierte in Göttingen Ur- und Frühgeschichte sowie Archäologie des Mittelalters und der Neuzeit. Ihre Magisterarbeit behandelte die mittelalterliche Fundstelle Posteburg im Großraum Springe westlich von Hannover. Ihre Dissertation hatte die Sachkultur der hochmittelalterlichen Stadtwüstung Nienover im Solling zum Thema. Bisher betreute sie Forschungsprojekte der Georg-August-Universität Göttingen und bei der Bezirksarchäologie Braunschweig. Außerdem war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin der Martin-Luther-Universität in Halle-Wittenberg - Archäologie des Mittelalters und der Neuzeit. Ihre künftigen wissenschaftlichen Arbeitsschwerpunkte sieht sie in der Keramikforschung und Ofentechnologie, im Bereich des Handels und Handwerks in Mittelalter und Neuzeit sowie in der frühen Handelsorganisation im friesischen Küstenraum.

 

Nachfolger von Dr. Wolfgang Schwarz
Der aus Köln gebürtige Dr. Jan F. Kegler hat am 1. Januar 2009 die Nachfolge von Dr. Wolfgang Schwarz als Leiter des Archäologischen Forschungsinstituts der Ostfriesischen Landschaft übernommen. Er schloss sein Studium der Ur- und Frühgeschichte, der Klassischen Archäologie und der Geologie an der Universität zu Köln mit einer Magisterarbeit zur späteiszeitlichen Fundstelle Andernach/Martinsberg ab. Seine Promotionsschrift fertigte er über die südfranzösische Höhle Le Mas d’Azil in der Ariège an. Berufliche Erfahrungen konnte er als Ausgrabungstechniker für das Landesamt für Archäologie in Sachsen und als wissenschaftlicher Mitarbeiter im internationalen Forschungsprojekt NESPOS sammeln. Zuletzt war Dr. Kegler als wissenschaftlicher Ausgrabungsleiter und wissenschaftlicher Projektkoordinator an der ICE-Neubaustrecke Erfurt-Halle/Leipzig für das Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie, Sachsen-Anhalt tätig. Dr. Keglers Interessensschwerpunkte liegen in der späteiszeitlichen und frühholozänen Archäologie sowie in der Entwicklung der Landschaftsgeschichte. Die in den letzten Jahren in Ostfriesland gewonnenen archäologischen Daten sollen in einen GIS basierten Standard überführt werden, als Werkzeug für eine Interpretation der Besiedlungsgeschichte Ostfrieslands.

 

Doktorandenkolloquium
Am 27. Juni 2009 (Sa.), veranstaltete das Forschungsinstitut der Ostfriesischen Landschaft ein öffentliches Doktorandenkolloquium. Neun junge Wissenschaftler stellten ihren Forschungsstand über archäologisches Material aus Ostfriesland vor. Svea Mahlstedt, Universität Kiel (mesolithische Funde in Nordwestdeutschland), Jennifer Materna, Universität Münster (Großsteingrab Tannenhausen), Petra Rosenplänter, Universität Göttingen (Besiedlung im Nortmoorer Hammrich von der Bronzezeit bis zum frühen Mittelaler), Hardy Prison, Ostfriesische Landschaft (Marschengrabung Jemgumkloster), Kai Niederhöfer, Universität Münster (Fundstellen im ostfriesischen Wattenmeer), Michael Schäfer, Universität Bamberg (Siedlungsgrabung Hollen), Bernhard Thiemann, Ostfriesische Landschaft (Zisterzienserkloster Ihlow - Grabungen im Klausurbereich), Katharina Stech, FU Berlin (paläopathologische Untersuchen an Skeletten aus der Großen Kirche in Emden) - sie hielt zudem stellvertretend für die kurzfristig verhinderte Melanie Timmermann den vorgesehenen Vortrag über die Skelettfunde im Kloster Ihlow.

 

Tag der offenen Tür
Am 9.5.2009 präsentierte der Archäologische Dienst im Rahmen des Tages der offenen Tür der Ostfriesischen Landschaft unter anderem Forschungsergebnisse des letzten Berichtsjahres: 
- Borkum (Michael Krecher: 800 Jahre Kirche "Alter Leuchtturm"), 
- Kloster Ihlow (Bernhard Thiemann: Von der Holzkirche zum Fürstenschloß) und 
- Jemgumkloster (Hardy Prison und Nina Rosenbaum: Landschaftswandel an der Ems). 
Im Rahmen der Grabung Jemgumkloster wurde die Blockbergung eines Brandgrabes untersucht. Außerdem wurde die Produktion von Fliesen aus dem Kloster Ihlow demonstriert. Annähernd tausend Besucher waren gekommen, um sich einen Einblick in die Tätigkeit des Hauses zu verschaffen.

 

KALENDER
Events